Aktuelle Mitteilungen

Hinweise auf neue Forschungsprojekte und Forschungsergebnisse, zu Veranstaltungen, neuen Publikationen und  Aktivitäten des IPP.

Projektteam von Equal-Life in der Abteilung Sozialepidemiologie des IPP© Equal-Life (Logo), einzelne Fotos: Helene Gudi-Mindermann, Maddie White, Jana Roczen, Natalie Riedel, Stefanie Dreger,
Forschung zum Exposom in der Abteilung Sozialepidemiologie

Equal-Life ist ein interdisziplinäres Verbundprojekt, an dem 21 Institutionen aus 11 europäischen Staaten beteiligt sind. Es wird von der EU für fünf Jahre (2020-2024) mit insgesamt 12 Millionen Euro gefördert. Das Projektteam in der Abteilung Sozialepidemiologie des IPP ist unter der Leitung von Prof. Dr. Gabriele Bolte für das Arbeitspaket zum Social Exposome verantwortlich und wird mit rund 700.000 € gefördert.
Seit Juli ist die offizielle Webseite von Equal-Life online: https://www.equal-life.eu/en

Konzeptionell fußt das Projekt Equal-Life auf dem sogenannten Exposom: Gesundheit ist das Ergebnis des komplexen Zusammenspiels der Gesamtheit aller äußeren, sowohl physikalischen, chemischen, biologischen als auch sozialen, Umwelteinflüsse (Exposom) und des individuellen Erbguts (Genom). Das Ziel des interdisziplinär ausgerichteten Projekts Equal-Life besteht darin, das konzeptionelle Verständnis zu erweitern und die Bedeutung des Exposoms für die Entwicklung und psychische Gesundheit mit Fokus auf kindliche Entwicklungsphasen aufzuklären. Die Entwicklung von Maßnahmen zur Gestaltung gesundheitsförderlicher Lebenswelten für Kinder spiegelt den hohen Anwendungsanspruch des Projekts wider. Erstmals werden Daten zu Umwelt- und Sozialfaktoren integriert und mit einer Lebenslaufperspektive im Hinblick auf die Gesundheit von Kindern analysiert.

Der Schwerpunkt der Abteilung Sozialepidemiologie des Instituts für Public Health und Pflegeforschung, Universität Bremen, innerhalb von Equal-Life liegt in der Entwicklung des Konzepts des Sozialen Exposoms und dessen Integration in die Gesamtkonzeption des Exposoms. Hierbei spielen Fragen der sozialen Ungleichheiten in den Lebensbedingungen und Gesundheitschancen eine zentrale Rolle. Darüber hinaus wird ein Equity Impact Assessment von Interventionen verschiedener Sektoren vor dem Hintergrund eines Health Equity in All Policies-Ansatzes entwickelt und umgesetzt. Die besondere Expertise der Abteilung Sozialepidemiologie als WHO Collaborating Centre for Environmental Health Inequalities liegt in der Forschung zu Umweltgerechtigkeit.

Equal-Life ist eines von insgesamt neun Verbundprojekten des European Human Exposome Network (https://www.humanexposome.eu/), finanziert über Horizon 2020, das Rahmenprogramm der EU für Forschung und Innovation. Damit ist Equal-Life Teil des von der europäischen Kommission und WHO Europe über drei Jahrzehnte gemeinsam getragenen Vorhabens einer besseren Integration von Umwelt und Gesundheit in die Forschung.

Projektteam von Equal-Life in der Abteilung Sozialepidemiologie des IPP:
Dr. Helene Gudi-Mindermann, Maddie White, Jana Roczen, Dr. Natalie Riedel, Dr. Stefanie Dreger & Prof. Dr. Gabriele Bolte

Kontakt
Prof. Dr. Gabriele Bolte
Leiterin Abteilung Sozialepidemiologie
Leiterin des WHO Collaborating Centre for Environmental Health Inequalities
Institut für Public Health und Pflegeforschung
FB 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Universität Bremen
E-Mail: gabriele.bolte@uni-bremen.de

© Equal-Life (Logo), einzelne Fotos: Helene Gudi-Mindermann, Maddie White, Jana Roczen, Natalie Riedel, Stefanie Dreger, Gabriele Bolte

Der Bremer Pflegewissenschaftler Prof. Stefan Görres im taz-Interview

Prof. Dr. Stefan Görres vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen äußert sich im taz-Interview zur Fachkraftquote und der Qualität der Pflege in Heimen. Lesen Sie den Beitrag unter:
https://taz.de/Pflegerinnenmangel-in-Heimen/!5700955/?goMobile2=1594080000000

Kontakt:
Prof. Dr. Stefan Görres
Universität Bremen, Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de
https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/interdisziplinaere-alterns-und-pflegeforschung/

Pflegewissenschaftliche Studien im Überblick – Juli 2020

Die Unterschiede zwischen jüngerer und älterer Generation können zu Vorurteilen gegenüber der jeweils anderen Generation führen. Wie das Konzept der intergenerationellen Arbeit Barrieren zwischen jüngeren und älteren Menschen verringern und bei älteren Pflegeheimbewohner*innen Wohlbefinden, Ich-Identität und Lebenssinn verbessern kann, verdeutlicht Prof. Görres anhand drei pflegewissenschaftlicher Studien:
Ein australisches Forscherteam hat eine Studie zur „Avondale Intergenerational Design Challange“ durchgeführt, in der Schüler*innen durch den Austausch mit Pflegeheimbewohner*innen einen personalisierten Gegenstand für diese erstellen sollten. Die Analyse der Daten zeigte bei den Pflegeheimbewohner*innen eine deutliche Verbesserung ihres Wohlbefindens und eine signifikant gestiegene Häufigkeit der Teilnahme von Bewohner*innen mit kognitiven Einschränkungen.
Forscher*innen aus Italien haben in einer Studie untersucht, wie unterschiedliche gemeinsame Aktivitäten die intergenerationelle Bindung zwischen Pflegeheimbewohner*innen und Jugendlichen stärken können. Die Auswertung ergab, dass sich Generationsvorurteile abbauten und sich das emotionale Wohlbefinden der Pflegeheimbewohner*innen durch die Aktivitäten verbesserte.
In einer Studie von Forscher*innen aus Südkorea wurden die Auswirkungen eines intergenerationellen Programms untersucht, welches die Interaktion zwischen älteren Pflegeheimbewohner*innen und Schüler*innen fördern sollte. Das Programm beinhaltete Aktivitäten, wie etwa Übungssitzungen zur intergenerationellen Kommunikation. Die Evaluation des Programms zeigte bei den Bewohner*innen einen Anstieg der Ich-Identität, der positiven Emotionen und der Anpassung an die Lebensumstände im Pflegeheim und bei den Schüler*innen einen Anstieg in den Bereichen Ich-Identität, positive Emotionen und Wahrnehmung von älteren Menschen.

Görres, S. & Brunswieck, R. (2020). Generationen: Vorurteile überwinden. 07/20, S. 24-25. Hannover: Vincentz Network.
Website: http://www.altenpflege-online.net/

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Pflegewissenschaftliche Studien im Überblick – Juni 2020

Besonders in Pflegeheimen kann sich die Influenza schnell verbreiten und somit Pflegende und Pflegeheimbewohner*innen beeinträchtigen. Wie das sogenannte Ausbruchsmanagement Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen schützen kann, verdeutlicht Prof. Görres anhand drei pflegewissenschaftlicher Studien:
Australische Forscher*innen haben eine Studie veröffentlicht, in der Hindernisse bei der Umsetzung der australischen Richtlinie für das Ausbruchsmanagement bei Influenza in Pflegeheimen ermittelt wurden. Am häufigsten wurden folgende Hindernisse genannt: Skepsis gegenüber der Grippeimpfung seitens des Personals, der zeitliche Aufwand und die Mühe, um die Leitlinien zu lesen, sowie der Mangel an Räumlichkeiten, um die Bewohner*innen während eines Ausbruchs zu trennen.
Forscher*innen aus Italien haben in einer Studie das Verhalten und die Einstellung von Pflegepersonal gegenüber der Grippeschutzimpfung beschrieben und ihre Bedenken untersucht. Die Auswertung der Studie zeigte, dass nur wenige der teilnehmenden Pflegekräfte eine jährliche Grippeschutzimpfung in Anspruch genommen hatten. Außerdem wurde eine ablehnende Einstellung gegenüber einer jährlichen Grippeschutzimpfung beim Pflegepersonal und Bedenken bezüglich der Sicherheit dieser Impfung geäußert.
Ein australisches Forscherteam hat in einer Studie Faktoren untersucht, welche mit negativen Auswirkungen auf den Verlauf von Grippeausbrüchen in Pflegeheimen assoziiert werden. Die Analyse der Daten zeigte, dass eine frühzeitige Meldung des Influenzaausbruchs an die lokalen Gesundheitsämter und eine hohe Durchimpfungsrate bei den Pflegeheimbewohner*innen einen positiven Effekt auf den Verlauf von Grippeausbrüchen in Pflegeheimen hatte.

Görres, S. & Brunswieck, R. (2020). Influenza: den Ausbruch managen. 06/20, S. 26-27. Hannover: Vincentz Network.
Website: http://www.altenpflege-online.net/

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Bremer Pflegewissenschaftler vom Institut für Public Health und Pflegeforschung im Interview

Die Misshandlungen in einem Celler Pflegeheim sind für den Bremer Gerontologen Stefan Görres kein Einzelfall. Er plädiert im Interview mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) für eine Kultur der Fehlerfreundlichkeit. Große Heime hält Stefan Görres für überholt.
„Es werden jeden Tag Fehler gemacht – überall“. Bremer Pflegewissenschaftler Stefan Görres im Interview mit Michael B. Berger. Hannoversche Allgemeine Zeitung, 02.07.2020, S. 8.

Kontakt:
Prof. Dr. Stefan Görres
Universität Bremen, Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de
https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/interdisziplinaere-alterns-und-pflegeforschung/

Friedrich Schorb vom IPP der Uni Bremen im Radio Bremen-Interview zum Thema Gewichtsdiskriminierung

Ein Hotel in Cuxhaven teilt auf seiner Webseite mit, keine Buchungen von hochgewichtigen Gästen mehr zu akzeptieren. Aus diesem Anlass wurde Dr. Friedrich Schorb vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen von Radio Bremen zu Gewichtsdiskriminierung befragt. Im Interview plädiert er für eine Erweiterung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG). Hören Sie den Beitrag unter:
https://www.butenunbinnen.de/audios/hotel-dicke-cuxhaven-100.html
Über den Diskriminierungsfall in Cuxhaven und die Reaktionen darauf von Friedrich Schorb und anderen wurde national und international berichtet. Anbei eine Auswahl an Pressmeldungen:

Merkur: Skandal in Cuxhaven: Hotel-Besitzerin will keine dicken Gäste beherbergen
https://www.merkur.de/welt/cuxhaven-hotel-gewichtsbeschraenkung-130-kilo-diskriminierung-vorwuerfe-zr-13789902.html

Nordkurier: Hotel vermietet keine Zimmer an Dicke
https://www.nordkurier.de/aus-aller-welt/hotel-vermietet-keine-zimmer-an-dicke-0539598706.html

Daily Mirror: Hotel owner bans overweight guests after one breaks bed and others 'can't fit in shower'
https://www.mirror.co.uk/news/world-news/hotel-owner-says-guests-weighing-22155703

Kontakt:
Dr. Friedrich Schorb
Universität Bremen
Fachbereich 11
Institut für Public Health und Pflegeforschung
schorb@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de

Der Bremer Prof. Dr. Gerhardus nimmt in mehreren Interviews Stellung zu den getroffenen Maßnahmen

Der Corona- Ausbruch mit über 1500 Infizierten bei der Fleischfabrik Tönnies ist nach Einschätzung von Prof. Dr. Ansgar Gerhardus vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen eine potentielle Gefahr für ganz Deutschland. In mehreren Medienbeiträgen nimmt der Bremer Gesundheitsforscher Stellung: Die Maßnahmen seien richtig, hätten aber eher eingeführt werden sollen. An dem Fall werde auch deutlich, dass tieferliegende Probleme, insbesondere im Umgang mit den Mitarbeiter*innen, der Tierhaltung und der Umweltbelastung dringend angegangen werden müssen.

 

Prof. Dr. Ansgar Gerhardus ist seit 2011 Hochschullehrer am Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen und hat die Professur für Versorgungsforschung inne. Ansgar Gerhardus ist Humanmediziner, Master of Public Health sowie Politikwissenschaftler/Ethnologe. Er ist Leiter der Abteilung Versorgungsforschung am IPP und gehört dem Direktorium des IPP seit 2011 an.

Kontakt
Prof. Dr. med. Ansgar Gerhardus, M.A., MPH
Abteilung 1: Versorgungsforschung – Department for Health Services Research
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Fachbereich 11
Universität Bremen
Email: ansgar.gerhardus@uni-bremen.de
http://www.public-health.uni-bremen.de/pages/abteilung1/index.php
http://www.healthsciences.uni-bremen.de/home.html

Interview mit Prof. Dr.-Ing. Sabine Baumgart (IPP) im Weser Kurier zur Bedeutung städtischer Grünflächen

Grünflächen in der Stadt sind gut für die körperliche, seelische und mentale Gesundheit – das sagt Sabine Baumgart, Professorin für Stadt- und Regionalplanung. Besonders in Zeiten des Klimawandels und der Corona-Krise habe sich die Bedeutung von städtischem Grün gezeigt.
Prof. Dr.-Ing. Sabine Baumgart ist assoziiertes Mitglied der Abteilung Sozialepidemiologie des Institutes für Public Health und Pflegeforschung der Uni Bremen und Präsidentin der ARL - Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft. Sie befasst sich vor allem mit den Gesundheits- und Umweltaspekten bei der Stadt- und Raumentwicklung.

Lesen Sie das Interview von Jörn Hildebrandt im Weser Kurier vom 13.06.2020 unter:
https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-sabine-baumgart-gruenflaechen-bauen-seelische-spannungen-ab-_arid,1918149.html

Kontakt:
Prof. Dr. Gabriele Bolte
Abteilung Sozialepidemiologie
Institut für Public Health und Pflegeforschung
gabriele.bolte@uni-bremen.de

Interview mit Gesundheitswissenschaftlerin Tina Jahnel vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Tina Jahnel vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Uni Bremen hat im Weser Kurier ein Interview zu der Corona-Warn-App gegeben. Sie hat gemeinsam mit Kolleg*innen aus dem Kompetenznetz Public Health zu COVID-19 ein Hintergrundpapier zu Corona-Tracing Apps verfasst.

Um eine hohe Akzeptanz der App zu erreichen plädiert sie für Transparenz und ein hohes Datenschutzniveau. Lesen Sie den Beitrag von Helke Diers im Weserkurier vom 15.06.2020 unter:
https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-mit-der-warnapp-gegen-das-coronavirus-_arid,1918375.html

Zum Hintergrundpapier des Kompetenznetz Public Health zu COVID-19 „Contact-Tracing-Apps als unterstützende Maßnahme bei der Kontaktpersonennachverfolgung von COVID-19“:
http://www.public-health-covid19.de/images/2020/Ergebnisse/20200525_corona_apps_hintergrundpapier-4.pdf

Kontakt
Prof. Dr. med. Ansgar Gerhardus, M.A., MPH
Abteilung 1: Versorgungsforschung – Department for Health Services Research
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Fachbereich 11
Universität Bremen
Email: ansgar.gerhardus@uni-bremen.de
http://www.public-health.uni-bremen.de/pages/abteilung1/index.php
http://www.healthsciences.uni-bremen.de/home.html

Tina Jahnel, M.A.
Abteilung 1: Versorgungsforschung – Department for Health Services Research
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Fachbereich 11
Universität Bremen
Email: tina.jahnel@uni-bremen.de
Fon: +49(0)421-218 688 08
https://www.lsc-digital-public-health.de/home.html

Pflegewissenschaftliche Studien im Überblick – Mai 2020

Das Beleuchtungsniveau in den Innenräumen vieler Pflegeheime wird als eher niedrig eingestuft und demzufolge für die dort lebenden älteren Menschen als unzureichend angesehen. Die gegebenen Umweltbedingungen und altersbedingte physiologische Faktoren können den Biorhythmus, den Schlaf und die gesamte Stimmung der Bewohner*innen stören. Wie Licht eingesetzt werden kann, um den Schlaf und die Stimmung der Pflegeheimbewohner*innen zu verbessern, verdeutlicht Prof. Görres anhand drei pflegewissenschaftlicher Studien:
Forscher*innen aus der Türkei veröffentlichten eine Studie, in der die Auswirkungen einer Lichttherapie mit Sonnenlicht auf die Schlafprobleme und die Schlafqualität älterer Menschen in einem Pflegeheim untersucht wurden. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der Aufenthalt im natürlichen Sonnenlicht sich positiv auf den Schlaf der Pflegeheimbewohner*innen ausgewirkt hat.
Eine Studie von Forscher*innen aus England und den Niederlanden untersuchte, wie sich eine Erhöhung des Innenlichtniveaus mit Blau angereichertem weißem Licht auf das Verhalten bei älteren Menschen in Pflegeheimen auswirkt. Die Studie konnte zeigen, dass mit Blau angereichertes Licht den Wachzustand zwischen Schlafbeginn und -ende sowie die Nachtaktivität erhöht. Außerdem wirkte sich das Licht positiv auf den Ruheaktivitätsrhythmus, die Tages- und Nachtaktivität, die subjektive Angst und die Schlafqualität aus.
Forscher*innen der Charité Universitätsmedizin Berlin veröffentlichten eine Studie, in der der Einfluss eines dynamischen Beleuchtungssystems auf Agitations- und Ruhezyklen bei älteren Menschen in Pflegeheimen untersucht wurde. Die Auswertung der Studie zeigte, dass die dynamische Beleuchtung insbesondere nicht köperbetonte aggressive Verhaltensweisen reduzierte.

 
Görres, S. & Gräf, C. (2020). Richtig Helle: Was Licht bewirkt. 05/20, S. 28-29. Hannover: Vincentz Network.
Website: http://www.altenpflege-online.net/

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de