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Interview mit PD Dr. Guido Schmiemann (IPP)

In dem Interview mit dem Deutschlandfunk äußert sich PD Dr. Guido Schmiemann zur Impfung gegen Blasenentzündungen. Guido Schmiemann ist Lektor am Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften und Mitglied der Abteilung Versorgungsforschung am Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen. Guido Schmiemann ist als Facharzt für Allgemeinmedizin in einer hausärztlichen Gemeinschaftspraxis in Verden tätig.  

Von Keitz, V. (2021) Blasenentzündung – So gut kann eine Impfung helfen. Deutschlandfunk, 04.10.
https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/blasenentzuendung-impfung-ist-moeglich-aber-wirkt-nicht-immer

Projekt DemWGProjekt DemWG
Forschungsprojekt DemWG auf dem 3. Platz

Der „Science Pitch“-Beitrag „DemWG – Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Demenz in ambulant betreuten Wohngemeinschaften“ beim 20. Deutschen Kongress für Versorgungsforschung wurde durch das Deutsche Netzwerk für Versorgungsforschung e.V. mit dem Science Pitch Preis 2021 (3. Platz) ausgezeichnet. An dem Beitrag waren beteiligt: Jennifer Scheel, André Kratzer, Carolin Donath, Anna-Carina Friedrich, Susanne Stiefler, Annika Schmidt, Karin Wolf-Ostermann und Elmar Gräßel.
Das Projekt DemWG strebt die Verbesserung der Versorgung und der Lebenssituation von Menschen mit Demenz in ambulant betreuten Wohngemeinschaften an. Die Studie wird vom Institut für Public Health und Pflegeforschung in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Erlangen durchgeführt. DemWG setzt sich zum Ziel zu überprüfen, ob eine nicht-pharmakologische komplexen Intervention Krankenhauseinweisungen, das Sturzrisiko und herausfordernde Verhaltensweisen von Menschen mit Demenz in ambulant betreuten Wohngemeinschaften reduziert. Zudem sollen durch die Intervention kognitive Fähigkeiten stabilisiert und die Lebensqualität der Mieter*innen insgesamt verbessert werden.
Der Science-Pitch-Beitrag berichtete neben den Studieninhalten und aktuellen Teilnehmer*innenzahlen über die Schwierigkeiten der Studiendurchführung, die mit der Covid-19-Pandemie verbundenen waren. Die Studie musste kurzzeitig unterbrochen werden, Schulungsformate auf online-Schulungen angepasst werden und Wohngemeinschaften brachen ihre Teilnahme ab. Ebenso gab es Einschränkungen bei den Datenerhebungen und der Interventionsdurchführung.
Unter den Science Pitch Beiträgen des 20. Deutschen Kongresses für Versorgungsforschung unter dem Thema „Versorgungskontext verstehen – Praxistransfer befördern“ wurden drei Preise ausgelobt.

Kontakt:
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Universität Bremen
Fachbereich 11 - Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegewissenschaft
Abteilung Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung
Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de

Planungsstäbe im Norden schauen mehr auf Hochwasser als auf Herz und Nieren. Das könnte sich rächen

Gesundheitliche Folgen des Klimawandels. Zunehmende Hitze führt zu einer Übersterblichkeit von der insbesondere ältere Menschen betroffen sind.
Guido Schmiemann vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) im Gespräch mit der TAZ zum Thema: Hitze und Klima: https://taz.de/Archiv-Suche/!5789341&s=schmiemann&SuchRahmen=Print/

Kontakt:

Guido Schmiemann

Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Abteilung für Versorgungsforschung
E-Mail: schmiema@uni-bremen.de

Kooperation mit Bremer Public Health-Forschung und Lehre als Chance

In Gesundheitsämtern gibt es seit Jahren Personalengpässe und Defizite bei der Digitalisierung, dies betrifft auch das Gesundheitsamt Bremen. Der Bremer Professor für Versorgungsforschung Prof. Dr.  Ansgar Gerhardus vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) analysiert die aktuellen Defizite und die positiven Entwicklungen und skizziert, wie das Gesundheitsamt der Zukunft aussieht. Insbesondere wirbt er für eine verstärkte Kooperation zwischen dem Gesundheitsamts Bremen und den Bremer Public Health-Forschungsinstituten. Großes Potenzial sieht er auch in dem Einsatz der Absolventinnen und Absolventen der Public-Health-Studiengänge am FB 11 der Universität Bremen.

Ansgar Gerhardus wurde im September 2020 von Gesundheitsminister Jens Spahn in den Beirat zur Beratung für die Weiterentwicklung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes berufen. Aufgabe des Beirats sind Empfehlungen zur strukturellen Weiterentwicklung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) hin zu einem maßgeblichen Akteur in der Bevölkerungsgesundheit und die Begleitung der Umsetzung der Maßnahmen. Ansgar Gerhardus ist Mitglied des Direktoriums des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Professor für Versorgungsforschung am Fachbereich 11 der Universität Bremen und Leiter der Abteilung Versorgungsforschung am IPP.

Sabine Doll: „In den Gesundheitsämtern muss einiges passieren“. Weser Kurier vom 15.08.2021
https://www.weser-kurier.de/bremen/bremer-uni-professor-wie-die-gesundheitsaemter-aufgestellt-sein-muessen-doc7h0t48zj3k18btrfor

Kontakt:
Prof. Dr. med. Ansgar Gerhardus, M.A., MPH, Mitglied des Direktoriums des IPP, Leiter der Abt. 1 Versorgungsforschung – Department for Health Services Research, Institut für Public Health und Pflegeforschung, Fachbereich 11, Universität Bremen, E-Mail: ansgar.gerhardus@uni-bremen.de
http://www.ipp.uni-bremen.de/pages/abteilung1/index.php
http://www.healthsciences.uni-bremen.de/home.html
Aktuell: Kompetenznetz Public Health zu COVID-19: https://www.public-health-covid19.de/

Gesa Czwikla, Gabriele BolteGesa Czwikla, Gabriele Bolte
Strategie zum Equity Impact Assessment von Abt. Sozialepidemiologie in internationaler Kooperation entwickelt und erprobt

Welchen Einfluss Interventionen zur Förderung körperlicher Aktivität auf gesundheitliche Ungleichheiten haben, ist bislang weitestgehend unbekannt. Eine internationale Kooperation von Wissenschaftler*innen aus Belgien, Großbritannien, den Niederlanden und Deutschland hat nun erstmals eine Strategie zur Reanalyse der Ungleichheitseffekte von Interventionen zur Förderung körperlicher Aktivität entwickelt und erfolgreich erprobt. Die Ergebnisse wurden unter Federführung von Dr. Gesa Czwikla und Prof. Dr. Gabriele Bolte hochrangig im International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity publiziert (https://doi.org/10.1186/s12966-021-01131-w).  
 
Die Reduktion gesundheitlicher Ungleichheiten ist ein zentrales Ziel von Public Health. Interventionen zur Förderung körperlicher Aktivität können gesundheitliche Ungleichheiten reduzieren, diese jedoch auch unbeabsichtigt vergrößern, indem sie vor allem sozial besser gestellten Bevölkerungsgruppen zugutekommen. Daher ist es erforderlich, potenzielle Ungleichheitseffekte, die bei der Inanspruchnahme, der Akzeptanz und den Wirkungen von Interventionen auftreten können, zu analysieren. Das Potenzial für die Analyse von Ungleichheitseffekten wird in Interventionsstudien zur Förderung körperlicher Aktivität bislang jedoch nicht ausgeschöpft. Welchen Einfluss Interventionen zur Förderung körperlicher Aktivität auf das Ausmaß gesundheitlicher Ungleichheiten haben, ist daher weitestgehend unbekannt. Unklar ist daher auch, wie entsprechende Interventionen konzipiert sein sollten, sodass diese Interventionen gesundheitliche Ungleichheiten reduzieren und nicht unbeabsichtigt vergrößern.
 
Vor diesem Hintergrund wurde im Projekt EQUAL der Abteilung Sozialepidemiologie am Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen im Rahmen einer internationalen Kooperation erstmals eine Strategie zur Reanalyse der Ungleichheitseffekte von Interventionen zur Förderung körperlicher Aktivität entwickelt und erprobt. EQUAL ist ein Teilprojekt des Präventionsforschungsnetzwerks "AEQUIPA - Körperliche Aktivität, Gerechtigkeit und Gesundheit: Primärprävention für gesundes Altern", das seit Februar 2015 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.  
 
Zur Entwicklung und Erprobung der Strategie wurde eine internationale interdisziplinäre Kooperation von Wissenschaftler*innen aus den Bereichen Sozialepidemiologie, Biostatistik, Gesundheitspsychologie, Versorgungsforschung sowie Sport- und Bewegungswissenschaften aufgebaut. Die Strategie zielt vor allem darauf ab, die unterschiedlichen Maße für körperliche Aktivität, die unterschiedlichen Indikatoren für die soziale Lage sowie die unterschiedlichen Formate von Interventionen vergleichbar zu machen und angemessene statistische Verfahren zur Auswertung der komplexen Daten anzuwenden. Die Strategie wurde in einem intensiven, mehrjährigen Austauschprozess gemeinsam mit den Kooperationspartner*innen erarbeitet und anschließend anhand der Daten von acht Interventionsstudien zur Förderung körperlicher Aktivität bei Personen im Alter von ≥45 Jahren erprobt.  
 
Die Erfahrungen der internationalen Kooperation zeigen, dass sich die neu entwickelte Reanalysestrategie erfolgreich auf Interventionsstudien zur Förderung körperlicher Aktivität anwenden lässt. Um eine Evidenzgrundlage zu den Ungleichheitseffekten von Interventionen zur Förderung körperlicher Aktivität aufzubauen, sollte die neu entwickelte Reanalysestrategie systematisch auf die Daten einer größeren Anzahl von Interventionsstudien angewendet werden. Diese Evidenzgrundlage würde es ermöglichen, Empfehlungen für die zukünftige Konzeption und Priorisierung von Interventionen zur Förderung körperlicher Aktivität abzuleiten, die in Hinblick auf eine Reduktion gesundheitlicher Ungleichheiten besonders vielversprechend sind.
 
 
Weitere Informationen:

Projektbeschreibung: https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/sozialepidemiologie/projekte/laufende-projekte/?proj=739&page=1
 
Publikation der Ergebnisse 2021 im International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity: https://ijbnpa.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12966-021-01131-w
 
Publikation 2019 zur Strategieentwicklung: https://www.mdpi.com/1660-4601/16/17/3195
 
Publikation 2018 zur Entwicklung logischer Modelle für das Equity Impact Assessment:
https://www.mdpi.com/1660-4601/16/3/420

Kontakt:
Dr. Gesa Czwikla
Prof. Dr. Gabriele Bolte
Abteilung Sozialepidemiologie
Institut für Public Health und Pflegeforschung
gesa.czwikla@uni-bremen.de
gabriele.bolte@uni-bremen.de

Prof. Dr. Ansgar GerhardusProf. Dr. Ansgar Gerhardus
Neue Leitlinie soll WHO bei evidenzbasierten Entscheidungen unterstützen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich zum Ziel gesetzt wissenschaftliche Evidenz noch besser in gesundheitliche Entscheidungen zu überführen. Zu diesem Zweck hat die WHO eine Arbeitsgruppe gegründet, die eine neue Leitlinie entwickeln soll. Diese soll die Mitarbeiter*innen der WHO auf globaler und nationaler Ebene dabei unterstützen, bessere Entscheidungen auf Grundlage wissenschaftlicher Evidenz zu treffen. Ansgar Gerhardus ist als externer Experte in das Editorial Board berufen worden.

Ansgar Gerhardus ist Mitglied des Direktoriums des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Professor für Versorgungsforschung am Fachbereich 11 der Universität Bremen und Leiter der Abteilung Versorgungsforschung am IPP.

Kontakt:
Prof. Dr. med. Ansgar Gerhardus, M.A., MPH, Mitglied des Direktoriums des IPP, Leiter der Abt. 1 Versorgungsforschung – Department for Health Services Research, Institut für Public Health und Pflegeforschung, Fachbereich 11, Universität Bremen, E-Mail: ansgar.gerhardus@uni-bremen.de

https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/versorgungsforschung/
http://www.healthsciences.uni-bremen.de/home.html

Karin Wolf-Ostermann (IPP) zu den Möglichkeiten und Grenzen

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann, Leiterin der Abteilung Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung am Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen äußert sich in dem Beitrag der ZEIT zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Pflege. Ihr zufolge seien die Anwendungsfelder ein «bunter Mix», in der Breite finde bisher aber kaum eine Anwendung ihre Verwendung. Zeit Online (dpa/tmn). Wo KI in der Pflege hilft und wo ihre Grenzen sind. 06.07.2021. Lesen Sie den Beitrag hier https://www.zeit.de/news/2021-07/06/wo-ki-in-der-pflege-hilft-und-wo-ihre-grenzen-sind

Kontakt:
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann Abt. Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung am Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Fachbereich 11 Universität Bremen Tel.: +49 421 218-68960 E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de www.ipp.uni-bremen.de

Bremer Pflegewissenschaftler Prof. Dr. Stefan Görres (IPP) äußert sich zu umstrittenem Thema

Ein in Kanada neu entwickeltes Onlinetool berechnet per Algorithmus den ungefähren Todeszeitpunkt von zu Pflegenden. Prof. Dr. Stefan Görres, Angehöriger der Abt. Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung am Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), äußert sich kritisch zu dem Kalkulator. Er sieht durchaus einen Bedarf an einer evidenzbasierten, vorausschauenden Pflegeplanung, die auch den möglichen Einsatz palliativer Pflege mit einplant. Den vorgestellten „Elder-Life Calculator“ hält er jedoch aus wissenschaftsethischen und humanen Überlegungen für überflüssig und kontraproduktiv. Lesen Sie die Einschätzung von Stefan Görres und weiterer Expert*innen hier: https://netzpolitik.org/2021/todeszeitpunkt-per-algorithmus-opa-stirbt-in-17-monaten/

https://www.swr.de/wissen/algorithmus-berechnet-todeszeitpunkt-pflegebeduerftige-100.html

https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Menschen-in-haeuslicher-Pflege-Lebenszeitkalkulator-berechnet-Sterberisiko-421075.html

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Abt. Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/pflegewissenschaftliche-versorgungsforschung/

Verbundprojekt im Wissenschaftsschwerpunkt Minds, Media, Machines

Erstmalig wurden im Wissenschaftsschwerpunt Minds, Media, Machines (MMM) Seed Grants für Verbundprojekte vergeben, welche thematisch an dem gemeinsamen Exzellenzstreben des MMM im Allgemeinen und der Entwicklung eines Exzellenzcluster-Antrags „Living Technologies 2.0“ im Besonderen ausgerichtet sind. Die Verbesserung der Lebensqualität durch den Einsatz von kognitiv unterstützten Technologien, Systemen und Robotern vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft steht hierbei im Vordergrund.

Zum 01.05.2021 startete in diesem Rahmen das Projekt „Formalization and VR-based Simulation of Age-related Obstacles“. Das interdisziplinären Team der Universität Bremen mit Dr. Felix Putze (Cognitive Systems Lab), Andrei Haidu (Institute for Artificial Intelligence) und Susanne Stiefler (Institut für Public Health und Pflegeforschung) konzipierte das einjährige Forschungsprojekt, das sich mit der Formalisierung und Simulation von altersbedingten Hindernissen, die ältere Menschen bei Alltagsaktivitäten behindern beschäftigt. Hierfür werden ausgewählte Beispiele typischer Aktivitäten in der Küche wie beispielsweise dem Tischdecken untersucht. Neben einer Formalisierung und Strukturierung altersbedingter Hindernisse auf Basis einer Literaturrecherche und einer Datenerhebung werden in einer Virtuellen Realität-Umgebung unterschiedliche Aktivitäten in der Küche mit altersbedingten Hindernissen simuliert. Die Anwendung technologischer Systeme bietet Vorteile wie beispielsweise eine wenig zeitaufwendige und wenig kostenintesive, dennoch realitätsnahe Untersuchung durchzuführen.

Das Projekt mit Pilotcharakter liefert mit seinen Ergebnissen zu Bewegungs- und Kontextdaten einen Beitrag für weitere Forschung und einen Beitrag zur Untersuchung von alltäglichen Hindernissen unter Anwendung technologisches Systeme.

Kontakt:

Susanne Stiefler
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Universität Bremen
Tel.: +49 421 218- 68834
E-Mail: sstiefler@uni-bremen.de

Fake NewsFake News
Benjamin Schüz (IPP), Christopher Jones (IPP), Daniel Diethei (HCI) und Tina Jahnel (IPP) berichten bei „buten un binnen“ über ein Forschungsprojekt zu Verbreitung und Einfluss von gesundheitsbezogenen Falschinformationen

Im Zuge der Corona-Pandemie warnte die WHO vor einer weiteren Bedrohung, der sog. „Infodemie“. Die stetig zunehmende Verbreitung von Falschinformationen, zumeist mit Bezug auf die geltenden Schutzmaßnahmen oder Impfungen, geschieht dabei zwar häufig in sozialen Medien, doch landeten zuletzt auch immer mehr Flyer in Briefkästen und klebten Sticker an Laternen. Im Rahmen eines Themenbeitrags bei „buten un binnen“ (Ausstrahlung 27.06.2021) berichteten Daniel Diethei von der Arbeitsgruppe Mensch-Computer-Interaktion (HCI), Christopher Jones, Tina Jahnel und Benjamin Schüz vom IPP über ein, von der VolkswagenStiftung gefördertes Projekt. Gemeinsam mit Rehana Shreshta (IPP) und Johannes Schöning (HCI) untersuchen sie in diesem Projekt welche Verbreitungswege Falschinformationen nehmen und wie sich die Verbreitung solcher Informationen eindämmen lässt.

Während sich in den sozialen Medien Falschinformationen besonders einfach verbreiten lassen, können sie gleichzeitig auch schnell als falsch gekennzeichnet werden. Analoge Falschinformationen bleiben jedoch oft unwidersprochen und erreichen auch Menschen, die ansonsten keinen Zugang zu diesen Medien haben. Da sie neben ansprechenden Layouts häufig auch auf den ersten Blick plausible Statistiken und vermeintliche Expert:innen zitieren, sind sie häufig schwer als gezielte Falschinformation zu erkennen.

Ein besseres Verständnis über die unterschiedlichen Inhalte und Verbreitungswege von digitalen und analogen Fehlinformationen soll dabei helfen, Strategien zu entwickeln um die Verbreitung solcher Fehlinformation vorzubeugen.

Sowohl der TV-Beitrag als auch das Interview sind bei „buten un binnen“ unter folgendem Link abrufbar: https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/gesellschaft/fake-news-flyer-forschung-bremen-100.html

Kontakt:

Christopher Jones

Institut für Public Health und Pflegeforschung

Universität Bremen

0421 218 68888

jones@uni-bremen.de