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Pflegewissenschaftliche Studien im Überblick – September 2020

Bei der personenzentrierten Pflege nach Kitwood, steht vor allem die Individualität der Pflegeheimbewohner*innen im Vordergrund. Wie Pflegekräfte und Pflegeheimbewohner*innen von diesem Konzept profitieren können, verdeutlicht Prof. Görres anhand drei pflegewissenschaftlicher Studien:
Schwedische Forscher*innen haben den Einfluss einer gezielt eingesetzten Palliativversorgung untersucht. Hierfür haben Pflegeheimmitarbeiter*innen an Seminaren teilgenommen, welche auf Leitlinien zu den Grundsätzen der Palliativversorgung basierten. Es ergaben sich Hinweise auf ein mögliches Verbesserungspotenzial bei der Unterstützung des Personals durch die Führungskräfte und Organisation insgesamt sowie auf die Weiterbildung von Multiplikator*innen der personenzentrierten Pflege.
Ein britisches Forscherteam untersuchte in einer Studie die Wirksamkeit einer pharmazeutisch-gesundheitspsychologischen Intervention zur Stärkung einer personenzentrierten Pflege, um die Verschreibung von Psychopharmaka zur Behandlung von verhaltensbedingten und psychologischen Symptomen der Demenz zu reduzieren. Die Ergebnisse zeigten, dass die Medikamente einiger Pflegeheimbewohner*innen angepasst wurden und die Fähigkeit sowie das Selbstvertrauen des Pflegepersonals herausfordernde Verhaltensweisen der Bewohner*innen, ohne die Verwendung von Medikamenten zu bewältigen, gestärkt wurde.
Forscher*innen aus Norwegen und Großbritannien untersuchten in einer Studie den Zusammenhang zwischen der personenzentrierten Pflege und organisatorischen, personellen und abteilungsbezogenen Charakteristika in Pflegeheimen. Aus der Auswertung ging hervor, dass ein höherer Grad an personenzentrierter Pflege mit mehreren Faktoren in positiver Weise assoziiert wurde, wie z. B. eine höhere Jobzufriedenheit, ein innovatives Arbeitsklima und eine unterstützende Führungskraft.
Görres, S. & Brunswieck, R. (2020). Gut für alle: Personenzentrierte Pflege. 09/20, S. 26-27. Hannover: Vincentz Network.
Website: http://www.altenpflege-online.net/

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Ansgar GerhardusAnsgar Gerhardus
Jahresmitgliederversammlung der DGPH am 25.09.2020

Prof. Dr. Ansgar Gerhardus wurde auf der Jahresmitgliederversammlung der DGPH am 25.09.2020 als 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH) wiedergewählt. Ansgar Gerhardus ist Mitglied des Direktoriums des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) am Fachbereich 11 der Universität Bremen und Sprecher der Abteilung Versorgungsforschung am IPP.
Auf der Mitgliederversammlung der DGPH wurden die zahlreichen Aktivitäten im vergangenen Jahr vorgestellt sowie die Gründung zweier neuer Fachbereichsgruppen (Public Mental Health und Öffentliche Gesundheit) angebahnt. Die Zahl der institutionellen wie auch der individuellen Mitglieder hat sich sehr erfreulich entwickelt. Aktuell stehen insbesondere die Aktivitäten im Kompetenznetz Covid-19 und gesundheitspolitische Stellungnahmen rund um die Entwicklung der Pandemie im Vordergrund der Arbeit.

Die 1997 gegründete Deutsche Gesellschaft für Public Health e.V. (DGPH) ist ein interdisziplinärer und multiprofessionaler Zusammenschluss von Institutionen, Organisationen und Fachgesellschaften mit Zuständigkeit und Verantwortung für Lehre, Forschung und Praxis im Bereich von Public Health / Gesundheitswissenschaften.
http://www.deutsche-gesellschaft-public-health.de/
https://www.public-health-covid19.de/

Kontakt:
Prof. Dr. med. Ansgar Gerhardus, M.A., MPH, Mitglied des Direktoriums des IPP, Leiter der Abt. 1 Versorgungsforschung – Department for Health Services Research, Institut für Public Health und Pflegeforschung, Fachbereich 11
Universität Bremen, E-Mail: ansgar.gerhardus@uni-bremen.de
https://www.ipp.uni-bremen.de/forschung/abteilung-1--versorgungsforschung/

Der Bremer Pflegewissenschaftler Prof. Stefan Görres im Interview mit Impu!se

Zum Tatort „Im toten Winkel“, welcher das häusliche Pflegesetting thematisiert, wurden die Reaktionen der Zuschauer*innen analysiert. Zu der Datenauswertung und den Ergebnissen äußert sich Prof. Dr. Stefan Görres vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen im Interview mit Impu!se. Lesen Sie den Beitrag unter:
www.gesundheit-nds.de/images/pdfs/impulse/LVG-Zeitschrift-Nr108-Web.pdf (ab S. 16)

Kontakt:
Prof. Dr. Stefan Görres
Universität Bremen, Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de
https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/interdisziplinaere-alterns-und-pflegeforschung/

Fehlinformationen auf sozialen MedienFehlinformationen auf sozialen Medien
Die Volkswagenstiftung fördert im Rahmen ihres Zusatzmodules SARS-CoV-2 ein kooperatives Forschungsprojekt am FB3 (Human-Computer-Interaction; Prof. Johannes Schöning) und am IPP für 18 Monate.

Falschinformationen zu COVID-19 werden viel über soziale Medien verbreitet. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes untersuchen wir, inwiefern Nudging-Interventionen dazu herangezogen werden können, die Verbreitung solcher Falschinformationen einzudämmen. Bislang ist die Entwicklung solcher Intervnentionen wenig evidenzbasiert erfolgt. Daher konzentriert sich dieses Projekt auf 1.) eine systematische Kategorisierung der existierenden Evidenz zu den Determinanten der Verbreitung von Falschinformationen, und 2.) die Entwicklung und Evaluation einer auf Nudging basierenden Intervention zur Vermeidung der Verbeitung von Falschinformationen. So kann das Projekt zur Verringerung von Falschinformationen in den sozialen Medien beitragen.
Das Projekt wurde im Rahmen des Leibniz ScienceCampus Digital Public Health Bremen zusammen mit der Human-Computer-Interaction Research Group (Fachbereich 3; Prof. Johannes Schöning) entwickelt. Am IPP sind Wissenschaftler*innen der Abteilungen Gesundheitsförderung & Prävention, Sozialepidemiologie und Versorgungsforschung in dem Projekt aktiv.

Kontakt:
Benjamin Schüz
Benjamin.schuez@uni-bremen.de
Rehana Shrestha
rehana@uni-bremen.de

Cover der Handreichung zur aktiven Beteiligung von Patientinnen und Patienten an klinischer ForschungCover der Handreichung zur aktiven Beteiligung von Patientinnen und Patienten an klinischer Forschung
Institut für Public Health und Pflegeforschung hat die erste deutschsprachige Handreichung zur Beteiligung von Patientinnen und Patienten an klinischer Forschung entwickelt

Klinische Studien sind wichtig für den medizinischen Fortschritt. Patientinnen und Patienten sind in der Regel aber nur passiv beteiligt. An ihnen wird gemessen, ob neue Diagnose- oder Therapiemethoden wirksam sind. Die Patientinnen und Patienten haben in dieser Funktion keinen Einfluss auf die Gestaltung der Studie. „Das ist jedoch problematisch, denn dadurch besteht die Gefahr, dass an den Bedürfnissen und Interessen von Patientinnen und Patienten vorbeigeforscht wird“, so Professor Gerhardus vom Institut für Public Health und Pflegeforschung. Deshalb fordern Patientinnen und Patienten und Forschende zunehmend, Patientinnen und Patienten aktiv an den Prozessen klinischer Forschung zu beteiligen. Sie bieten – unabhängig von dem Wissen der Forschenden – durch ihre eigene Erfahrung eine einzigartige Sicht auf das Forschungsthema und sind damit  Expertinnen und Experten in eigener Sache.

„Richtige Fragen“ untersuchen
Die Beteiligung von Patientinnen und Patienten kann unter anderem dazu beitragen, die „richtigen“ Fragen zu untersuchen, die für den Alltag wichtig sind und deren Ergebnisse direkt in die Behandlungspraxis übertragen werden können. Professor Gerhardus betont: „Eine große Summe fließt jährlich in Forschung. Wir brauchen jedoch mehr Forschung, deren Ergebnisse gebraucht und genutzt werden. Eine Beteiligung der Patientinnen und Patienten kann uns dabei helfen“. Dabei kann die Beteiligung ganz unterschiedlich umgesetzt werden. So können Patientinnen und Patienten zum Beispiel beratend an Gruppendiskussionen teilnehmen oder über die gesamte Dauer der Studie mit den Forschenden im Studienteam zusammenarbeiten. Neben dem Finden der richtigen Forschungsfrage hilft die Beteiligung auch Informationsmaterialien und Ergebnisse so zu gestalten, dass sie für die Betroffenen gut verständlich sind und sie bei Entscheidungen, zum Beispiel zwischen zwei Behandlungen, unterstützen.

Beteiligung in Deutschland
Während die Beteiligung von Patientinnen und Patienten in anderen Ländern wie Großbritannien oder den USA bereits seit längerem etabliert ist, ist das Thema in Deutschland vergleichsweise neu. Seit einigen Jahren haben aber auch in Deutschland große Forschungsförderer (BMBF und DFG) die Beteiligung zum Kriterium für die Förderung klinischer Studien gemacht. Das bedeutet, dass Forschende bei der Beantragung zur Förderung einer neuen klinischen Studie nun darlegen müssen, in welcher Form Patientinnen und Patienten die Studie mitgestalten. Bislang fehlt es jedoch an einer Orientierung für Forschende und Begutachtende dazu, wie eine Beteiligung ausmacht und wie sie gelingen kann.

Handreichung veröffentlicht
Als Ergebnis eines BMBF-geförderten Projektes hat das Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum für Klinische Studien Bremen nun die erste deutschsprachige Handreichung zur Patient*innenbeteiligung an klinischer Forschung entwickelt. (https://www.ipp.uni-bremen.de/patient-innenbeteiligung).

Die Handreichung zeigt entlang praktischer Beispiele auf, wie eine Beteiligung geplant und umgesetzt werden kann.
Zielgruppen sind primär klinisch Forschende, aber auch Forschungsfördernde, Begutachtende und Patientinnen und Patienten können die Handreichung nutzen.
„Die Handreichung füllt eine Lücke“ betont Dr. Imke Schilling, die an der Entwicklung der Handreichung beteiligt war. Die Gesundheitswissenschaftlerin hat zum Thema promoviert und weiß aus Gesprächen mit klinischen Forschenden, dass die meisten von ihnen bislang keine Erfahrungen mit der Beteiligung von Patientinnen und Patienten haben und sich eine Unterstützung wünschen. „Noch gibt es viele Unsicherheiten, denn die Beteiligung von Patientinnen und Patienten ist für alle Beteiligten etwas ganz Neues“. Eine Orientierung liegt nun mit der Handreichung vor.

Weitere Informationen:  
https://www.ipp.uni-bremen.de/patient-innenbeteiligung

Kontakt:
Dr. Imke Schilling
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Universität Bremen
Tel.: +49 421 218-68805
E-Mail: Imke.schilling@uni-bremen.de

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann, Prof. Dr. Heinz RothgangProf. Dr. Karin Wolf-Ostermann, Prof. Dr. Heinz Rothgang
Ergebnisse einer Online-Befragung von informellen Pflegepersonen im erwerbsfähigen Alter

Wie eine Befragung von Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten gezeigt hat, sind diese durch die Pandemie erheblichen zusätzlichen Belastungen unterworfen. Ein entsprechender Befund wurde nun von einem Forscherteam um Prof. Heinz Rothgang (SOCIUM) und Prof. Karin Wolf-Ostermann (IPP) nun auch für die häusliche Pflege durch pflegende Angehörige nachgewiesen. Befragt wurden hierfür mehr als 1.200 Personen, die als informelle Pflegepersonen registriert sind und die aufgrund ihres Alters von unter 67 Jahren potenziell einer Doppel- und Dreifachbelastung von Pflege, Beruf und eigener Familie ausgesetzt sind: Schnellbericht_Befragung_Häusliche Pflege.

Durchweg zeigt sich dabei, dass die wahrgenommene Lebensqualität und die Gesundheit der Pflegenden durch die veränderten Rahmenbedingungen der Coronavirus-Pandemie teils erheblich reduziert sind. Dies ist dabei nicht auf eine erfolgte Infektion mit dem Coronavirus zurückzuführen, sondern auf die Kombination aus zeitaufwändigerer Pflege, verminderten Unterstützungsmöglichkeiten, reduzierten Sozialkontakten und Homeoffice/Homeschooling. Die abgeleiteten politischen Empfehlungen konzentrieren sich daher darauf, weitere Unterstützungsangebote zu schaffen, mit denen die häuslichen Pflegekapazitäten langfristig stabilisiert und erhalten werden können.

Kontakt:
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Abteilung 7: Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de

Der Bremer Pflegewissenschaftler Prof. Stefan Görres im Interview mit dem Evangelischen Pressedienst

Am Montag verkündete Carola Reimann (SPD) nach einer Befragung unter den rund 78.000 Mitgliedern das Aus für die Pflegekammer in Niedersachsen. Zu dieser Entscheidung äußert sich Prof. Dr. Stefan Görres vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen im Interview mit dem Evangelischen Pressedienst. Lesen Sie den Beitrag unter:

https://www.epd.de/regional/niedersachsen-bremen/schwerpunkt/soziales/niedersachsen-will-umstrittene-pflegekammer

Kontakt:

Prof. Dr. Stefan Görres

Universität Bremen, Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Sprecher Abt. Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung

E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/interdisziplinaere-alterns-und-pflegeforschung/

Der Bremer Pflegewissenschaftler Prof. Stefan Görres im Tagesgespräch-Interview

An vielen Orten werden Pflegekräfte verzweifelt gesucht. Verdi fordert als eine Maßnahme in den aktuellen Tarifverhandlungen mehr Geld für die Beschäftigten. Doch ist ein höheres Gehalt die einzige Lösung? Zum Personalmangel in der Pflege und weiteren Lösungsansätzen äußert sich Prof. Dr. Stefan Görres vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen im Interview mit Tagesgespräch auf Bayern 2. Schauen Sie den Beitrag unter:

https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/tagesgespraech-wie-den-oeffentlichen-dienst-attraktiver-machen,S9PfwNa

Kontakt:
Prof. Dr. Stefan Görres
Universität Bremen, Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de
https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/interdisziplinaere-alterns-und-pflegeforschung/

Der Bremer Pflegewissenschaftler Prof. Stefan Görres im buten un binnen-Interview

Die Folgen der Corona-Maßnahmen sind auch in Pflegeheimen zu spüren. Hat darunter auch die Qualität der Pflege gelitten? Prof. Dr. Stefan Görres vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen bewertet im Interview mit buten un binnen die aktuelle Situation. Schauen und lesen Sie die Beiträge unter:

https://www.butenunbinnen.de/videos/gast-goerres-pflegeforscher-pflege-pflegeeinrichtung-corona-versorgung-100.html

https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/gesellschaft/pflegeheime-bewohner-lockdown-bremen-angehoerige-kontrollen-100.html

Kontakt:

Prof. Dr. Stefan Görres

Universität Bremen, Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Sprecher Abt. Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung

E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/interdisziplinaere-alterns-und-pflegeforschung/

Pflegewissenschaftliche Studien im Überblick – August 2020

Durch körperliche und geistige Einschränkungen sind ältere Menschen in Pflegeheimen auf die Hilfe des Pflegepersonals angewiesen und empfinden dies oft als Abhängigkeit, wodurch das Gefühl aufkommen kann, die eigene Würde nicht bewahren zu können. Wie älteren Menschen diese Erfahrung erspart und ihr Wohlbefinden verbessert werden kann, verdeutlicht Prof. Görres anhand drei pflegewissenschaftlicher Studien: Ein skandinavisches Forscherteam hat in einer Studie untersucht, wie ältere Pflegeheimbewohner*innen ihre Unabhängigkeit erleben, ob sie ihre Würde behalten können und inwieweit sie als Personen respektiert werden. Hierfür wurden Pflegeheimbewohner*innen zu ihren persönlichen Erfahrungen interviewt. Der Auswertung zeigte, dass Unabhängigkeit ein zentraler Aspekt ist, um Würde zu behalten.

In einer Studie von Forscher*innen aus Australien wurde das Personal mehrerer Pflegeheime zu ihren Einschätzungen bezüglich einer „hochwertigen Kontinenzversorgung“ für ältere Pflegeheimbewohner interviewt. Dadurch sollte der Zusammenhang zwischen Kontinenzversorgung und Würde aufgedeckt werden. Die Ergebnisse zeigten mehrere Kriterien, welche für eine würdevolle Kontinenzversorgung als unumgänglich bewertet wurden. Diese waren z. B. die Berücksichtigung der Wünsche der Bewohner*innen und eine einfühlsame Kommunikation bei der Kontinenzversorgung.

Forscher*innen aus Japan haben in einer Studie, mit Hilfe von Interviews mit Pflegeheimbewohner*innen und Literaturrecherche, den Begriff „Würde“ in der Pflege von älteren Menschen in Pflegeheimen beschrieben und in ein Konzept überführt. Die Ergebnisse führten zu fünf Ebenen, die das Konzept umschreiben. Diese waren z. B.  die individuelle Würde, die nicht durch andere beeinträchtigt wird und eine würdevolle Behandlung seitens der Mitarbeiter*innen gegenüber den Pflegebedürftigen.

Görres, S. & Brunswieck, R. (2020). Würde in der Pflege: Was heißt das? 08/20, S. 24-25. Hannover: Vincentz Network.

Website: http://www.altenpflege-online.net/

Kontakt und Information:

Prof. Dr. Stefan Görres

Universität Bremen

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen

E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de