Aktuelles Abteilung 4: Qualifikations- und Curriculumforschung

© AFOOT-Projekt (T. Brüchert)© AFOOT-Projekt (T. Brüchert)
Alle acht Abteilungen des Instituts für Public Health und Pflegeforschung im Forschungscluster „Gesunde Stadt Bremen“ aktiv

Wie wird Bremen fit für die gesundheitlichen Herausforderungen der Zukunft? Das ist eine der Fragen, die das gemeinsame Forschungscluster der Universität Bremen, der Hochschule Bremen und der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft im Kontext des Integrierten Gesundheitscampus Bremen untersucht.

Bremen steht wie viele Städte, in denen es große Unterschiede in den sozialen Lebensverhältnissen gibt, vor Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung und einer gesundheitsfördernden Stadtentwicklung.
Soziale Ungleichheiten führen dazu, dass Angebote der Prävention und Gesundheitsversorgung sehr unterschiedlich von den Menschen wahrgenommen werden können. Große Unterschiede sind dort zu verzeichnen, wo es um ihre Lebenswelten geht: So sind beispielsweise Wohngebiete, in denen überwiegend günstige Wohnungen liegen, stärker von Verkehrslärm betroffen. Bei Krisen, wie der aktuellen Pandemie, sind sie außerdem von höheren Infektionsraten betroffen als andere Wohnlagen.

Forschungscluster im Rahmen des neuen Integrierten Gesundheitscampus Bremen

Unter dem Titel „Gesunde Stadt Bremen: Interprofessionell, digital, nachhaltig“ startet die Universität Bremen jetzt zusammen mit der Hochschule Bremen und der APOLLON-Hochschule der Gesundheitswirtschaft ein Forschungscluster im Rahmen des Integrierten Gesundheitscampus Bremen. Der integrierte Gesundheitscampus Bremen wurde von der Senatorin für Wissenschaft und Häfen in Kooperation mit der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz als Teil der Koalitionsvereinbarungen und des Wissenschaftsplans initiiert und gefördert und konzentriert sich auf die Vernetzung im Wissenschafts- und Gesundheitssektor.

Das Forschungscluster „Gesunde Stadt Bremen“ wird ebenfalls von der Senatorin für Wissenschaft und Häfen gefördert. Von der Universität Bremen werden Wissenschaftler:innen aus dem Wissenschaftsschwerpunkt Gesundheitswissenschaften, insbesondere aus dem Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) sowie dem SOCIUM - Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik beteiligt sein. Aus der Hochschule Bremen werden Wissenschaftler:innen aus der Fakultät Gesellschaftswissenschaften, der Fakultät Architektur, Bau und Umwelt sowie dem Institut für Energie und Kreislaufwirtschaft vertreten sein und die APOLLON-Hochschule der Gesundheitswirtschaft beteiligt sich mit zwei Professor:innen. Die Laufzeit des Forschungsclusters beträgt vier Jahre.

Studien untersuchen Möglichkeiten für gesundheitliche Chancengleichheit

In inhaltlich eng verzahnten Projekten untersuchen interdisziplinäre Teams aus den beteiligten drei Hochschulen, wie beispielsweise auf der Verwaltungsebene die Zusammenarbeit verschiedener Bereiche durch ein integriertes kleinräumiges Monitoring gefördert werden kann oder wie digitale Technologien Teilhabe und soziale Integration von Menschen mit Pflegebedarf vor Ort unterstützen können. Weitere Fragen, die beleuchtet werden: Wie können in Quartieren niedrigschwellige Zugänge für die Versorgung werdender Mütter, die Vorbeugung von Erkrankungen bei älteren Menschen und Gesundheitsförderung mit Jugendlichen realisiert werden? Und wie kann die bremische Gesundheitsversorgung für künftige Krisen im Rahmen von Klimawandel und Extremereignissen fit gemacht werden?  

Wir möchten zu einer nachhaltigen, klimagerechten und gesundheitsfördernden Stadtentwicklung beitragen“, sagt Professorin Gabriele Bolte vom Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen, Sprecherin des Forschungsclusters für die Universität Bremen.

Deshalb ist es uns wichtig, dass wir unsere Erkenntnisse gemeinsam mit den Verwaltungen und Akteuren in den Stadtteilen gewinnen und wieder zur Verfügung stellen“, ergänzt Professor Matthias Zündel von der Hochschule Bremen. Dies sei durch die enge Zusammenarbeit der Forschenden mit den Akteur:innen vor Ort und durch den Einbezug der Personen, mit denen und für die Gesundheitsförderung und Gesundheitsversorgung in den Stadtteilen geschehen solle, gewährleistet. „Wir brauchen diese engere Zusammenarbeit von Sozial- und Gesundheitsfachkräften vor Ort, aber auch zwischen den Verwaltungen in Bremen und Bremerhaven“, betont Professorin Johanne Pundt der APOLLON-Hochschule. In diesem Forschungscluster vernetzen sich erstmalig Wissenschaftler:innen der drei bremischen Hochschulen.

Die Forschung erfolgt in sechs Teilprojekten, für die fünf Promotions- und eine PostDoc-Stelle bis zum 19.4.22 ausgeschrieben sind (Stellenausschreibungen Universität Bremen).

PM der Universität Bremen vom 14.03.22, Autorin: Christina Selzer

Prof. Dr. Gabriele Bolte
Geschäftsführende Direktorin des IPP
Sprecherin des Forschungsclusters für die Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung IPP)
Abteilung Sozialepidemiologie
gabriele.bolte@uni-bremen.de
https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/sozialepidemiologie/

Fortbildungen in Präsenz- und Onlineformat mit Ingrid Darmann-Finck und Andreas Baumeister © Andreas Baumeister, Projekt SteBs, Univ. Bremen
Jahresabschluss 2021 und Jahresauftakt 2022 im Projekt SteBs

Im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung wird vom Institut für Public Health und Pflegeforschung IPP sowie dem Institut für Technik und Bildung ITB der Universität Bremen, Projekt Strukturentwicklung in der Berufsschullehrerbildung (SteBs), in Kooperation mit dem Landesinstitut für Schule in Bremen (LIS) eine Fortbildungsreihe für Lehrer:innen in der Fachrichtung Pflege durchgeführt. Im Jahr 2021 wurden unter anderem Fortbildungen zur Konzeption von Lernsituationen, Unterrichtseinheiten und schriftlichen Prüfungen insbesondere für die generalistische Pflegeausbildung von zahlreichen Lehrer:innen aus Bremen, Bremerhaven und umzu besucht.

Daneben wurde ein regelmäßig stattfindendes Austauschforum für Lehrer:innen der Fachrichtung Pflege initiiert, welches aktuell 3-stündig im Rhythmus von 10-12 Wochen und wechselnd zwischen Online- und Präsenzformat angeboten wird.

Den Abschluss im Winter 2021 bildeten die Fortbildungen „Situationsorientiertes Unterrichten mit digitalen Medien in der Pflegeausbildung unterstützen“ im November am Landesinstitut für Schule (s. Foto) sowie das Austauschforum rund um schriftliche Prüfungsfragen im Dezember im Onlineformat (s. Foto). Die Fortbildungen wurden von den IPP-Mitgliedern Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck und Andreas Baumeister, M.A., (beide Abteilung Qualifikations- und Curriculumforschung am Institut für Public Health und Pflegeforschung IPP) konzipiert und durchgeführt. Darüber hinaus waren Dr. Claudia Schepers und Dr. Johanna Krawietz aus dem IPP-Projekt CAROplusONKO als Gastreferentinnen eingeladen.

Im Jahr 2022 werden u.a. Fortbildungsangebote zur Methodenvielfalt im situationsorientierten Pflegeunterricht und zur Kollegialen Beratung in der Pflegeausbildung von den Mitarbeiter:innen des Projekts SteBs angeboten. Die Termine hierfür werden demnächst veröffentlicht.

Da die Veranstaltungen im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert sind, ist die Teilnahme für Lehrer:innen aus dem Land Bremen kostenfrei.

Weitere Informationen zum Projekt SteBs unter:

https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/qualifikations-und-curriculumforschung/projekte/laufende-projekte/?proj=810&page=1

Anmeldung zur nächsten Fortbildungsveranstaltung:

https://fortbildung.lis.bremen.de/berufsbildende-schule/kw/bereich/kursdetails/kurs/21-30305/kursname/Mit%20Methodenvielfalt%20situationsorientierten%20Pflegeunterricht%20gestalten/kategorie-id/8/

Kontakt:

Prof. Dr. Ingrid-Darmann-Finck

Andreas Baumeister

Universität Bremen

Fachbereich 11 Human und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Abteilung Qualifikations- und Curriculumforschung

Mail:darmann@uni-bremen.de

baumeister@uni-bremen.de

Dr. Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats und Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck mit dem Deutschen Pflegepreis, der in Form eines Ringes und einer Urkunde überreicht wird © DPSG Pauls
Würdigung der Bremer Professorin durch Deutschen Pflegerat

Im Rahmen des diesjährigen Deutschen Pflegetags in Berlin wurde der Deutsche Pflegepreis 2020 an Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck vom Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen verliehen. Gleichzeitig würdigte der Deutsche Pflegerat mit der Verleihung die beiden Professorinnen Gertrud Hundenborn und Dr. Barbara Knigge-Demal. Für alle drei gelte gleichermaßen, dass sie sich nicht mit der Gewinnung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse begnügt, sondern darüber hinaus auch die Weiterentwicklung zentraler Strukturen erfolgreich vorangetrieben hätten, so die Jury in ihrer Begründung. Dazu gehören der Aufbau von Studiengängen und Forschungsverbünden sowie ihr entscheidendes Mitwirken im Rahmen ihrer ausdauernden Netzwerkarbeit mit Institutionen aus Wissenschaft, Politik und Pflegepraxis. Dabei haben sie bereits frühzeitig die generalistische Perspektive vertreten. Die wissenschaftliche Arbeit haben alle drei auch mit berufspolitischen Aktivitäten verknüpft, um diese in die Öffentlichkeit zu tragen. Auch im neuen Pflegeberufegesetz und der Pflegeausbildungs- und Prüfungsverordnung, an deren Entwicklung und Implementierung sie mitgewirkt haben, sind die Verdienste der drei Professorinnen eindrücklich sichtbar.
Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck ist seit März 2003 an der Universität Bremen tätig und forscht und lehrt mit den Schwerpunkten der Curriculum- und Qualifikationsforschung in der Pflegebildung auf hochschulischem und schulischem Niveau. In der Abteilung werden u.a. situations- und kompetenzorientierte Curricula und mediengestützte Lehr-/Lernangebote entwickelt, implementiert und evaluiert, wie das Nationale Mustercurriculum Kommunikative Kompetenz oder die digital gestützte CAre Reflection Online (CARO) - Lernumgebung. Vor dem Hintergrund des zugrundeliegenden pflegedidaktischen Modells der Interaktionistischen Pflegedidaktik stellt die kritisch-reflexiver Identitätsbildung ein zentrales Ziel der entwickelten Bildungsangebote dar.
Der Deutsche Pflegepreis wird jährlich vom Deutschen Pflegerat, Dachverband von 16 Pflegeverbänden und -organisationen in Deutschland, verliehen. Er vertritt die Interessen von rund 100.000 Mitgliedern sowie von rund 1 Mio. professionell Pflegenden in Deutschland auf der Bundesebene. Die Auszeichnung hat Darmann-Finck bereits im März 2020 erhalten. Die Preisverleihung konnte aber erst jetzt auf dem nachgeholten Deutschen Pflegetag in kleinerem Rahmen stattfinden.

Kontakt:
Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck
darmann@uni-bremen.de
+49 421 218 68940

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Die SARS-CoV-2 Pandemie hat eine enorme öffentliche, politische, wirtschaftliche und soziale Reaktion hervorgerufen, - ein Public Health Thema ist zum fast allgegenwärtigen Hauptthema unseres Alltags geworden. Viele Wissenschaftler*innen und Lehrende im Gesundheitsbereich sind in Krisenbewältigung, in fachliche Beratung oder in neu aufgelegte wissenschaftliche Studien eingebunden. Bei der großen Dynamik in der Entwicklung der Krankheit und der gesellschaftlichen sowie politischen Reaktionen bleibt jedoch oft nicht genügend Zeit für Austausch und Diskussion. Hierfür bietet der WSP Gesundheitswissenschaften in Zusammenarbeit mit dem Zukunftsforum Public Health nun ein kurzfristig entwickeltes Online- Angebot zu ausgesuchten Themen rund um COVID-19 und Public Health. Aus dem Institut für Public Health und Pflegeforschung sind Prof. Benjamin Schüz, Prof. Ansgar Gerhardus, Prof. Karin Wolf-Ostermann und Prof.in Ingrid Darmann-Finck an der Veranstaltung beteiligt.

Veranstaltungszeiten: jeweils von 17:00 – 18:30

Der Hauptvortrag (ca. 30 min) steht jeweils 1-2 Tage vor dem Termin auf der Veranstaltungsseite als Videovortrag zum Download zur Verfügung. Zur Veranstaltung wird der Hauptvortrag zusammengefasst und durch zwei Kurzinputs ergänzt, anschließend erfolgt eine moderierte Online-Diskussion. ZOOM-Zugangslinks finden Sie auf den Veranstaltungsseiten.

24.06.2020 COVID-19: Strategien und ihre Implikationen
30.06.2020 Soziale Ungleichheit, Rassismus und COVID-19
07.07.2020 Applaus für die Pflege – tatsächlich eine Anerkennung?
14.07.2020 Gesundheitliche Risikogruppen - Stigmatisierungspotenziale und ethische Dimensionen


Veranstaltungsflyer

Nähre Informationen sind erhältlich unter http://www.healthsciences.uni-bremen.de/veranstaltungen/covid-19-und-seine-folgen.html

Kontakt:
Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck
University of Bremen
Faculty 11 Human and Health Sciences
Institute of Public Health und Nursing Reseach
Mail: darmann@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de

Ingrid Darmann-Finck© WFB Bremen/Jonas Ginter
Der Deutsche Pflegerat ehrt Bremer Pflegewissenschaftlerin für ihre pflegedidaktische Arbeit

Den Internationalen Tag der Pflegenden nahm der Deutsche Pflegerat zum Anlass, um die diesjährigen Preisträgerinnen des Deutschen Pflegepreises bekannt zu geben. Prof.in Ingrid Darmann-Finck vom Institut für Public Health und Pflegeforschung und Professorin am Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften ist eine von drei Preisträgerinnen. Wie auch die zwei Kolleginnen Prof. Gertrud Hundenborn und Prof. Dr. Barbara Knigge-Demal hat sie sich jahrzehntelang beruflich und ehrenamtlich für die Pflege engagiert und insbesondere im Bereich der Pflegepädagogik und Pflegedidaktik sowie in der Professionalisierung von Pflegelehrenden Pionierarbeit geleistet.
„Ihre Arbeit und ihr Wirken für die Profession Pflege ist innovativ und nachhaltig. Neuartige pflegedidaktische Konzepte wurden von ihnen entwickelt und wirksam etabliert, bis hin zum Aufbau von Studiengängen und Forschungsverbünden in der Pflege. Frühzeitig haben sie dabei erkannt, wie wichtig der Einsatz und die Umsetzung der generalistischen Perspektive in der Pflege und in deren Ausbildung und Studium sind.
Im Rahmen Ihrer hochschulischen Tätigkeit ist es Ihnen gelungen, die damals noch junge Disziplin der Pflegedidaktik in Deutschland auf den Ebenen der Forschung, der Entwicklung und der Lehre entscheidend zu beeinflussen und voranzutreiben. (…) (Dabei haben sie) ihre wissenschaftliche Arbeit immer auch mit berufspolitischen Aktivitäten verknüpft und in die Öffentlichkeit getragen und damit die Berufsgruppe wertgeschätzt. Alle drei Professorinnen haben sich um die Profession Pflege verdient gemacht.“, so begründet Franz Wagner, der Vorsitzende des Deutschen Pflegerats in der Presseerklärung die Auswahl der Preisträgerinnen.
Prof.in Darmann-Finck ist seit 2003 an der Universität Bremen tätig. Ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Weiterentwicklung der Pflegedidaktik, der pflegedidaktischen Grundlagenforschung sowie in der Qualifikations- und Curriculumforschung in der Pflege.

In seiner Laudatio würdigt Franz Wagner auch Sabine Muths, die als langjährige Mitarbeiterin am IPP gemeinsam mit Ingrid Darmann-Finck und in enger Zusammenarbeit mit Pflegeschulen pflegedidaktisch fundierte Curricula, wie das Nationale Mustercurriculum Kommunikative Kompetenz in der Pflege (NaKomm) entwickelt hat.
Aufgrund der Coronapandemie konnte die Preisverleihung nicht wie geplant im Kontext des Deutschen Pflegetags im März 2020 in Berlin stattfinden, sondern wird im November nachgeholt.

Hintergrund:
Seit 1999 verleiht der Deutsche Pflegerat den renommierten Deutschen Pflegepreis an Persönlichkeiten oder Institutionen, die sich durch ihr Wirken um die Pflege und das Hebammenwesen in Deutschland besonders verdient gemacht haben. Der Preis ehrt und würdigt ihre Arbeit und ist die höchste nationale Auszeichnung in der Pflege.
Link zur Pressemitteilung: https://deutscher-pflegerat.de/2020/05/11/internationaler-tag-der-pflegenden-die-welt-gesund-pflegen/

Kontakt:
Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck
darmann@uni-bremen.de
++49 421 218 68940

Ingrid Darmann-Finck© WFB / Ginter


Seit August 2019 liegen die Rahmenpläne der Fachkommission nach § 53 PflBG für die theoretische und praktische Ausbildung in den neuen Pflegeberufen vor. Sie sind Empfehlungen, die zu einer stärkeren Vereinheitlichung der Pflegeausbildungen über die verschiedenen Bundesländer hinweg führen sollen. Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck als stellvertretende Vorsitzende der Fachkommission und die Vorsitzende, Prof. Gertrud Hundenborn, geben in einem Podcast der Zeitschrift Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis Einblicke in die Arbeit der Kommission und erläutern leitende Überlegungen bei der Erarbeitung der Rahmenpläne. Außerdem äußern sie sich über die Rückmeldungen aus den Ländern und zukünftige Aufgaben der Fachkommission. Das Podcast ist abrufbar unter:
https://www.bwp-zeitschrift.de/de/bwp_121632.php

Kontakt:
Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck
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Universität Bremen, Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Abteilung für Qualifikations- und Curriculumforschung

Interessiertes Publikum auf der Fachtagung©Ingrid Darmann-Finck
Großes Interesse an bundesweit erstem Curriculum zur Generalistischen Pflegeausbildung nach PflBG und PflAPrV

Im Rahmen einer Fachtagung im Konsul Hackfeld Haus mit 190 Teilnehmenden aus dem ganzen Bundesgebiet stellten Sabine Muths und Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck sowie die Mitglieder der Curriculumarbeitsgruppe am 4. 12. 2019 das Bremer Curriculum  für die Ausbildung zur Pflegefachfrau / zum Pflegefachmann vor. Das Curriculum, das in Bremen zugleich als Lehrplan erlassen wird, ist im Auftrag der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz innerhalb des letzten Jahres von der Abteilung Qualifikations- und Curriculumforschung am IPP in Zusammenarbeit mit Vertreter*innen der Bremer Pflegeschulen entwickelt worden.
Das Curriculum basiert auf den rechtlichen Grundlagen des PflBG und der PflAPrV „Wir haben für die Erarbeitung des Curriculums auch auf Vorarbeiten aus den zahlreichen Curriculumprojekten zurückgegriffen, die wir seit 2003 durchgeführt haben“ berichtet Sabine Muths. „Im Unterschied zu den Rahmenlehrplänen der Fachkommission setzt das Bremer Curriculum stärker auf das Prinzip der Exemplarität und adressiert die konkrete Gestaltung von Lehr-/Lernprozessen“ erläutert Prof. Dr. Darmann-Finck. Insgesamt enthält das Curriculum 24 Lernfelder. Insbesondere wenn die Vorschläge zu Lernsituationen aus dem Nationalen Mustercurriculum Kommunikative Kompetenz für die Pflege (NaKomm) aufgegriffen werden, kann das Bremer Curriculum mit vergleichsweise geringem Aufwand zu einem schulinternen Curriculum für die generalistische Pflegeausbildung weiterentwickelt werden. Es ist unter folgendem Link als Download erhältlich:  
https://www.gesundheit.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen69.c.12790.de

Kontakt:
Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck
darmann@uni-bremen.de
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Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck© WFB Bremen/Jonas Ginter


Ingrid Darmann-Finck spricht im Interview darüber, was sie an ihrem Job begeistert, was Simulations-Apps auf dem Freimarkt zu suchen haben und wie wichtig die Verbesserungen von Pflegeausbildungen sind.

https://www.bremen.de/wissenschaft/wissenschaft-persoenlich-ingrid-darmann-finck

Kontakt:
Prof. Dr.Ingrid Darmann-Finck
darmann@uni-bremen.de
0421/218 68940

Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck (stellvtr. Vorsitzende) und Prof. Gertrud Hundenborn (Vorsitzende) überreichen die Rahmenpläne an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundesfamilienministerin Franziska Giffey© BMG/Thomas Ecke
Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck und Sabine Muths, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), sind Mitglieder der Fachkommission

Die Fachkommission nach dem Pflegeberufegesetz hat am 26. Juni 2019 die von ihr erarbeiteten Rahmenlehr- und Rahmenausbildungspläne für die neuen Pflegeausbildungen dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) fristgerecht übergeben. Die Pläne wurden von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundesfamilienministerin Franziska Giffey in Berlin in Empfang genommen. Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck als stellvertretende Vorsitzende und Sabine Muths, beide Abt. 4 Curriculum- und Qualifikationsforschung des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen, waren als Mitglieder der Fachkommission maßgeblich an der Erarbeitung der Rahmenlehr- und Rahmenausbildungspläne beteiligt.   
Pflegeschulen und die Träger der praktischen Ausbildungen erhalten damit in Kürze konkrete Empfehlungen für die Ausgestaltung der neuen Ausbildungen.

Zum Hintergrund:
BMG und BMFSFJ haben die ehrenamtlichen Mitglieder der Fachkommission am 21. November 2018 für die Amtsdauer von fünf Jahren eingesetzt. Die Fachkommission hat die gesetzliche Aufgabe, Rahmenlehr- und Rahmenausbildungspläne (Rahmenpläne) für die neuen Pflegeausbildungen zu erarbeiten, die ab dem 1. Januar 2020 beginnen. Die Rahmenpläne enthalten konkrete Vorschläge für die inhaltliche Ausgestaltung der neuen beruflichen Pflegeausbildungen. Sie werden den Pflegeschulen beziehungsweise den Trägern der praktischen Ausbildung kostenfrei zur Verfügung gestellt. Sie entfalten als Orientierungshilfe zur Umsetzung der Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz und der Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung empfehlende Wirkung für die Lehrpläne der Länder und die schulinternen Curricula der Pflegeschulen.
Die Rahmenpläne sind laut Pflegeberufegesetz erstmals bis zum 1. Juli 2019 den beiden Ministerien zur Prüfung der Vereinbarkeit mit dem Pflegeberufegesetz vorzulegen. Nach der heutigen Übergabe werden sie entsprechend geprüft, um danach rasch den relevanten Akteuren zur Verfügung gestellt zu werden.
Die Mitglieder der Fachkommission sind ausgewiesene und praxiserfahrene Pflegeexpertinnen und Pflegeexperten. Ihre Auswahl erfolgte anhand zahlreicher Vorschläge der Länder und der Fachverbände im Benehmen mit den Ländern. Vertreten sind Praktikerinnen und Praktiker, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Personen mit Erfahrung in der Lehrplanentwicklung. Die Besetzung spiegelt die verschiedenen Versorgungsbereiche der Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege und Gesundheits- und Kinderkrankenpflege wider.
Das Bundesministerium für Gesundheit, das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend und der Bevollmächtigte der Bundesregierung für Pflege sowie jeweils eine Vertreterin oder ein Vertreter der Arbeits- und Sozialministerkonferenz, der Gesundheitsministerkonferenz und der Kultusministerkonferenz können beratend an den Sitzungen teilnehmen.
Die Rahmenpläne werden nach Prüfung online und in Druckform veröffentlicht.

Weitere Information und Fotos unter:
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/2019/2-quartal/fachkommission-pflegeberufegesetz.html

Kontakt:
Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck
Universität Bremen
FB 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung
darmann@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de

Einblicke in Themenschwerpunkte sowie zahlreiche laufende Projekte des IPP

Von Mittwoch bis Freitag, 8. bis 10. Mai 2019, versammelten sich beim 14. Bremer Pflegekongress erneut Vertreter*innen aus Praxis und Wissenschaft – darunter auch mehrere Vertreter*innen des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) Bremen, die Einblicke in Themenschwerpunkte sowie zahlreiche laufende Projekte des IPP ermöglichten. Beim dreitägigen Kongress standen Austausch, Networking und Fortbildung im Fokus. Bereits die Eröffnungsveranstaltung des 14. Bremer Pflegekongresses und 13. DEWU Deutscher Wundkongress am vergangenen Mittwoch stieß auf großes Interesse. Insgesamt 4.264 Personen nahmen am dreitägigen Doppelkongress in der Messe Bremen und im Congress Centrum Bremen teil.

Aus der Abteilung Qualifikations- und Curriculumforschung beteiligten sich zahleiche IPP-Mitglieder mit Vorträgen und Moderationen im Themenschwerpunkt „Berufspolitik“. Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck gestaltete Sessions zur Personalbemessung in der Langzeitpflege sowie zur Pflegeausbildung 2020. An ihren Vortrag zur Gestaltung von schulischen Lehr-/Lernarrangements unter Berücksichtigung der neuen Pflegeausbildung- und Prüfungsverordnung knüpfte Sabine Muths mit der Vorstellung des Nationalen Mustercurriculums Kommunikative Kompetenz in der Pflege (NaKomm) an. Andreas Baumeister und Dr. Claudia Schepers gaben einen Einblick in die Möglichkeiten des Lehrens und Lernens mit mobilen Endgeräten im Pflegeunterricht aus der Perspektive des Projekts „Care Reflektion Online (CARO)“. Dieser wurde in der von Sebastian Patsch moderierten Session zur Pflegebildung ergänzt durch die von Claudia Einig dargestellte aktuelle Studienlage zur interprofessionellen klinischen Entscheidungsfindung mit Schlussfolgerungen für die Pflegeausbildung. Henrik Wiegelmann aus der Abteilung Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung brachte einen Vortrag zu neuen Konzepten in der Pflege mit Demenz ein. Prof. Dr. Heinz Rothgang aus dem benachbarten SOCIUM, Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik sowie Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck (IPP,s.o.) ergänzten sich in einer gemeinsamen Session zur Personalbemessung thematisch mit Silke Böttcher aus der Abteilung Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung, die über erste Ergebnisse des Projekts StaVaCare 2.0 zum Care- und Case-Mix als Grundlage der Personalsteuerung in Pflegeheimen berichtete. Ricarda Möller, Studierende der Pflegewissenschaft an der Universität Bremen, gab in der Session „Proud to be a Nurse“ einen Einblick in die AG Junge Pflege im Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe. Und Joerg-Friedrich Gampper, Dipl.-Psych. und Lehrbeauftragter in den pflegewissenschaftlichen Studiengängen vertiefte in der Session zu Führungskulturen die „Transformationale Führung“ in ihren grundlegenden Wirkdimensionen in Bezug zu zeitgenössischem Führungsverhalten.
Der Termin für den nächsten Doppelkongress steht auch bereits fest: 2020 finden der DEWU Deutscher Wundkongress und der Bremer Pflegekongress von Mittwoch bis Freitag, 6. bis 8. Mai, statt.

Kontakt:
Andreas Baumeister
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Abteilung Qualifikations- und Curriculumforschung
Universität Bremen
Mail: baumeister@uni-bremen.de
https://www.ipp.uni-bremen.de/forschung/abteilung-4-qualifikations-und-curriculumforschung/