Aktuelle Mitteilungen

Hinweise auf neue Forschungsprojekte und Forschungsergebnisse, zu Veranstaltungen, neuen Publikationen und  Aktivitäten des IPP.

Gabriele Bolte, Benjamin Schüz, Birte Berger-Höger © G. Bolte, © B. Schüz, © ds.fotos.de
Neue Direktoriumsmitglieder Birte Berger-Höger und Benjamin Schüz - Gabriele Bolte als Geschäftsführende Direktorin des IPP wieder gewählt

Prof. Dr. Gabriele Bolte, Prof. Dr. Birte Berger-Höger sowie Prof. Dr. Benjamin Schüz wurden einstimmig als Direktorium des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen am 09.11.2022 vom Institutsrat des IPP gewählt. Als Geschäftsführende Direktorin des IPP wurde Gabriele Bolte im Amt bestätigt. Als neue Mitglieder des Direktoriums wurden Prof. Dr. Birte Berger-Höger und Prof. Dr. Benjamin Schüz gewählt. Alle Kandidat*innen nahmen die Wahl an. Die Mitglieder des Institutsrates beglückwünschten das neu gewählte Direktorium und wünschten ihnen für die Zukunft viel Erfolg. Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann und Prof. Dr. Ansgar Gerhardus, die dem Direktorium des IPP in den vergangenen vier Jahren angehört hatten, stellten sich nicht erneut zur Wahl. Die Mitglieder des Institutsrates dankten Prof. Wolf-Ostermann und Prof. Gerhardus für die in der vergangenen Amtszeit geleistete engagierte Arbeit und hervorragende Kooperation, die zu einer erfolgreichen Weiterentwicklung des IPP geführt hat.

Gabriele Bolte ist seit 2013 Hochschullehrerin am Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften und hat die Professur für Sozialepidemiologie inne. Die Humanbiologin und Epidemiologin leitet am IPP die Abteilung Sozialepidemiologie, die seit 2019 zudem das WHO Collaborating Centre for Environmental Health Inequalities ist. Forschungsschwerpunkte der Abteilung sind Umweltgerechtigkeit, gesundheitsfördernde Stadtentwicklung und geschlechtergerechte Gesundheitsforschung. Gabriele Bolte ist u.a. Berufenes Mitglied der Kommission "Environmental Public Health" des Bundesministeriums für Gesundheit am Robert Koch-Institut in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt sowie Sprecherin des Fachbereichs Frauen- und geschlechtsspezifische Gesundheitsforschung der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP). Seit 2013 ist sie Mitglied des IPP-Direktoriums, seit 2014 in der Position der Geschäftsführenden Direktorin.

Nach dem Studium der Theoretischen Medizin/Humanbiologie promovierte Gabriele Bolte 1996 zur Doktorin der Humanbiologie an der Universität Marburg, 1999 erwarb sie den Abschluss Magistra Public Health nach dem postgradualen Studium „Öffentliche Gesundheit und Epidemiologie“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2006 folgte die Habilitation und Lehrbefugnis für Epidemiologie an der Universität Ulm, 2008 an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach verschiedenen Stationen als Wissenschaftliche Mitarbeiterin war Gabriele Bolte 2004 bis 2011 Umweltepidemiologin im Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, 2011-2013 war sie dort als Leiterin des Sachbereichs Arbeits- und Umweltepidemiologie tätig.

Birte Berger-Höger ist seit 2020 Leiterin der neu gegründeten Abteilung „Pflegewissenschaftliche Evaluations- und Implementierungsforschung“ am Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) und Juniorprofessorin für Pflegewissenschaft mit dem Schwerpunkt Evaluation und Implementierung am Fachbereich 11 der Universität Bremen. Die Abteilung beschäftigt sich mit der Förderung einer evidenzbasierten Pflegepraxis zur Vermeidung von Über-, Unter-, oder Fehlversorgung von zu Pflegenden und ihren Angehörigen. Seit 2020 ist sie Sprecherin im Fachbereich Aus-, Weiter-, und Fortbildung im Netzwerk evidenzbasierte Medizin e.V..

Nach ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin studierte Birte Berger-Höger an der Universität Hamburg das Lehramt berufliche Schulen mit der Fächerkombination Gesundheitswissenschaften und Sozialwissenschaften und promovierte dort zum Thema Decision Coaching durch spezialisierte Pflegefachkräfte in der Onkologie. Danach arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg, wo sie an mehreren Forschungsprojekten beteiligt war.

Benjamin Schüz leitet seit 2017 die Abteilung „Gesundheitsförderung und Prävention“ am Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) und ist Professor für Public Health mit dem Schwerpunkt Gesundheitsförderung und Prävention am Fachbereich 11 der Universität Bremen. Die Abteilung beschäftigt sich mit angewandter Forschung zur Förderung von Gesundheit und gesundheitlich relevantem Verhalten über die Lebensspanne. Nach seinem Diplomstudium der Psychologie an der FU Berlin wurde Benjamin Schüz 2007 auch an der FU Berlin im Bereich Gesundheitspsychologie promoviert. Seine Forschungsschwerpunkte auf der Erklärung und Veränderung gesundheitlich relevanter Verhaltensweisen konnte er im Rahmen von Post-Doc-Positionen an der Jacobs University Bremen und am Deutschen Zentrum für Altersfragen weiter ausbauen. Anschließend arbeitete er bis 2017 als Associate Professor an der University of Tasmania in Australien. Seine Forschung widmet sich der Frage, wie sich sozial-strukturelle Unterschiede in gesundheitlich relevanten Verhaltensweisen erklären und modifizieren lassen.

Weitere Informationen unter:

https://www.ipp.uni-bremen.de/das-ipp/direktorium/

Kontakt:

Prof. Dr. Gabriele Bolte, MPH

Geschäftsführende Direktorin

Leiterin Abteilung Sozialepidemiologie

Institut für Public Health und Pflegeforschung

FB 11 Human- und Gesundheitswissenschaften

Universität Bremen

Grazer Straße 4

28359 Bremen

Tel.: 0421/218-68820 (Sekretariat -68821)

E-Mail: gabriele.bolte@uni-bremen.de

www.ipp.uni-bremen.de

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann – Berufung in den wissenschaftlichen Beirat des Zentrums für Qualität in der Pflege© Karin Wolf-Ostermann
Expertin des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) berät Beirat zu Fragen der angewandten Statistik und der pflegewissenschaft-lichen Versorgungsforschung

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) ist in den wissenschaftlichen Beirat des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) berufen worden. Als ausgewiesene Expertin zu Fragen der angewandten Statistik und der pflegewissenschaftlichen Versorgungsforschung wird sie zukünftig den wissenschaftlichen Beirat des ZQP beraten. Das Zentrum für Qualität in der Pflege ist eine im November 2009 errichtete gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Berlin. Ziel der Stiftungsarbeit ist die wissenschaftliche Evaluation und Weiterentwicklung von Methoden und Verfahren zur Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung in der Pflege, die Forschung für eine sichere, bedürfnisorientierte und qualitativ hochwertige pflegerisch-medizinische Versorgung und Betreuung pflegebedürftiger Menschen einschließlich ihrer Prävention und Rehabilitation, der Transfer und die Translation wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Pflegepraxis sowie die gesellschaftliche Aufklärung zum Thema Pflege und Prävention. Als gemeinnützige Stiftung unterstützt das ZQP das Engagement für pflegebedürftige Menschen und die Entwicklung von Pflegekompetenz und Strukturen zur Gesundheitsförderung und Prävention für ältere pflegebedürftige Menschen. Aufgabe des wissenschaftlichen Beirats ist es, die Stiftungsorgane bei ihrer Tätigkeit zu beraten.

https://www.zqp.de/

Kontakt:

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann

Universität Bremen

Fachbereich 11

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Abt. Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung

E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de

www.ipp.uni-bremen.de

Dr. Solveig Lena Hansen© Matej Meza / Universität Bremen
Die Bremer Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Dr. Claudia Schilling, verlieh am 2. November 2022 den Bremer Hochschulpreis für ausgezeichnete Lehre (Landeslehrpreis 2022) an die Bremer Gesundheitsethikerin Dr. Solveig Lena Hansen

Die Bremer Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Dr. Claudia Schilling, verlieh am 2. November 2022 den Bremer Hochschulpreis für ausgezeichnete Lehre (Landeslehrpreis 2022) an die Bremer Gesundheitsethikerin Dr. Solveig Lena Hansen. Der Preis ist mit 15.000Euro dotiert.

Das Projekt: Aufbau eines Curriculums Public Health Ethik in den Bremer Gesundheitswissenschaften

Der Preis wurde verliehen für den Wettbewerbsbeitrag „Aufbau eines Curriculums Public Health Ethik in den Bremer Gesundheitswissenschaften“. Prämiert wurde ein Lehrkonzept der Public Health Ethik, welches in vier Studiengänge einfließt: Den Bachelor Public Health/Gesundheitswissenschaften und die drei gesundheitswissenschaftlichen Masterstudiengänge: Public Health - Gesundheitsförderung und Prävention; Epidemiologie; sowie Public Health – Gesundheitsversorgung, Ökonomie und Management. Dabei wurde eine Vielzahl innovativer und kompetenzorientierter Lehr-Lern-Formate umgesetzt: Inverted Classroom, ethische Filmanalysen sowie Werkstätten für forschungsethische Fragen. Das neue Curriculum enthält sowohl transfer- und skalierbare Themen, wie etwa Gesundheitsgerechtigkeit, gute wissenschaftliche Praxis, Einführung in Theorien und Themen der Public Health Ethik, Forschungsethik, als auch Themen, die Bremen als innovativen Hochschul-Standort stärken, etwa der konsekutive Schwerpunkt „Health Humanities“ im Bachelorstudiengang.

Die Preisträgerin:

Dr. Solveig Lena Hansen ist seit Oktober 2020 Lektorin für Ethik am Fachbereich 11, Universität Bremen und Angehörige des Instituts für Public Health und Pflegeforschung am FB 11.

Informationen zum Preis:

Der Preis wird für herausragende und innovative Leistungen in Lehre, Prüfung, Beratung und Betreuung von Studierenden an einer bremischen Hochschule verliehen und ist mit insgesamt 40.000 Euro dotiert. Das Land Bremen stellt einen 1. Preis mit 25.000 Euro und einen 2. Preis mit 15.000Euro Preisgeld zur Verfügung. Die Ausschreibung für den 1. Preis richtet sich ausschließlich an Arbeitsgruppen bzw. Organisationseinheiten der vier staatlichen bremischen Hochschulen. Die Ausschreibung für den 2. Preis richtet sich ausschließlich an Lehrende als Einzelpersonen. Die Lehrpreisträger*innen können die Preisgelder für dienstliche Zwecke frei verwenden.

Weitere Informationen:

https://www.wissenschaft-haefen.bremen.de/landeslehrpreis-53185

https://up2date.uni-bremen.de/lehre-studium/gute-lehre-an-der-uni-post-docs-der-uni-bremen-erhalten-landeslehrpreis

Kontakt:

Dr. Solveig Lena Hansen (sohansen@uni-bremen.de; 0421/218-68634)

Institut für Public Health und Pflegeforschung

Fachbereich 11

Universität Bremen

www.solveiglenahansen.de

Von links: Julia Misonow, Kim Laura Westphal, Janissa Altona, Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann, Dr. Susanne Stiefler  © IPP Bremen
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann, Dr. Susanne Stiefler, Kim Laura Westphal, Janissa Altona und Julia Misonow, Abteilung Pflegewissenschaftliche Ver-sorgungforschung am IPP

Das IPP war am 05.10.2022 auf dem 21. Deutschen Versorgungsforschungskongress vertreten. Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann (IPP) hielt einen Vortrag zum Thema „Wie kann die Versorgung von Menschen mit Demenz in ambulant betreuten Wohngemeinschaften verbessert werden“ und präsentierte hierzu erste Ergebnisse der randomisiert-kontrollierten Studie DemWG. Dr. Susanne Stiefler (IPP) stelle das Projekt AgeObstacleSim: Formalization and VR-based Stimulation of Age-related Obstacles vor und präsentierte Ergebnisse aus der Formalisierung altersbedingter Hindernisse.

Kim Laura Westphal (IPP) stellte Ergebnisse einer systematischen Literaturübersicht zum Thema digitale Technologien zur Förderung der sozialen Interaktion und Teilhabe in Pflegeheimen vor und Janissa Altona (IPP) stellte ein Poster zum Thema „Welchen Einfluss haben gebaute Nachbarschaftsumwelten auf die kognitive und (psycho-) soziale Gesundheit bei Menschen mit Demenz?“ vor und lieferte hierzu Ergebnisse eines Umbrella Reviews.

Kontakt:

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann

Universität Bremen

Fachbereich 11

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Abt. Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung

E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de

www.ipp.uni-bremen.de

I. Darmann-Finck & K. Wolf-Ostermann© WFB Ginter & © K. Wolf-Ostermann
Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck und Prof. Dr. Karin Wolf Ostermann mit Teilprojekten beteiligt

Bislang gibt es in der Langzeitpflege keinen Ort, an dem gleichzeitig gelehrt, geforscht und versorgt wird. Das Kooperationsprojekt T!CALL der Universität Bremen und der Hochschule Bremen (HSB) wird dies ändern. Bundesweit sollen erstmalig Pflegeeinrichtungen zu „akademischen Lehrpflegeeinrichtungen“ ausgebaut werden, in denen Versorgung auf dem Stand neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse gewährleistet wird. Das Projekt wird vom Bund mit 16 Millionen Euro gefördert. Prof. Ingrid Darmann-Finck und Prof. Karin Wolf-Ostermann vom Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen leiten Teilprojekte des Forschungsverbundes und vertreten gemeinsam mit Prof. Heinz Rothgang (SOCIUM) die Universität Bremen in dem Konsortium.

Drei von vier Männern und vier von fünf Frauen werden in ihrem Leben pflegebedürftig. Die Zahl der Pflegebedürftigen wird dabei noch 30 Jahre lang steigen – um insgesamt rund 60 Prozent auf dann mehr als 7 Millionen Pflegebedürftige. Gleichzeitig wird die Zahl der Pflegekräfte demografisch bedingt sinken. Das zeigt: Die Sicherung der Langzeitpflege ist eines der zentralen Zukunftsthemen.

„Vor dem Hintergrund einer steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen und einer sinkenden Zahl von Personen im erwerbsfähigen Alter ist die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Langzeitpflege eine der größten Herausforderung der kommenden Jahre“, sagt Professor Heinz Rothgang von Universität Bremen, der das Kooperationsprojekt T!CALL leitet.

„Um diese Herausforderung bewältigen zu können, ist es zunehmend wichtig, dass Pflegeinrichtungen technologisch und organisatorisch auf dem neusten Stand der wissenschaftlichen Entwicklung sind. Dazu gehört auch die Digitalisierung, deren Stand in Pflegeeinrichtungen derzeit noch unzureichend ist“, betont Professorin Karin Wolf-Ostermann vom IPP. Professorin Darmann-Finck ergänzt: „Voraussetzung für die notwendigen Veränderungen ist der flankierende Ausbau von Bildungsmaßnahmen in den Einrichtungen der Langzeitpflege, so dass bei den Beschäftigten die erforderlichen Kompetenzen aufgebaut werden können.“

Um diese Herausforderungen zu meistern, müssen Innovationen erprobt, evaluiert und bei positiven Ergebnissen in den Alltag implementiert werden. Dazu ist eine enge Verzahnung von Forschung und Lehre mit der Versorgung notwendig. Im Krankenhausbereich erfolgt dies in Universitätskliniken und akademischen Lehrkrankenhäusern. In Pflegeeinrichtungen fehlen derartige Strukturen dagegen bislang. Innovationen schaffen daher nur selten den Sprung in den Versorgungsalltag.

Hier setzt das gemeinsame Projekt T!CALL („Transfercluster Akademischer Lehrpflegeeinrichtungen in der Langzeitpflege“) der Universität Bremen und der HSB an, das sich als eines von 12 Projekten in einem bundesweiten Wettbewerb mit insgesamt 115 Einreichungen durchgesetzt hat. Das auf 9 Jahre angelegte Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt 16 Millionen Euro im Rahmen des Programms „T!Raum-TransferRäume für die Zukunft von Regionen“ gefördert.

Technologische und organisatorische Neuerungen werden in akademischen Lehrpflegeeinrichtungen erprobt, evaluiert und dann in den Pflegealltag implementiert. T!CALL trägt so dazu bei, die Lebensqualität von Menschen mit Pflegebedarf sowie ihrer Angehörigen, die Qualität der Pflege und die Qualität der Arbeit der in der Langzeitpflege Tätigen zu verbessern – zunächst in den drei Pflegeeinrichtungen, die zu akademischen Lehrpflegeeinrichtungen weiterentwickelt werden, perspektivisch dann aber auch durch die Leuchtturmfunktion dieser Einrichtungen bundesweit. Hierfür werden innovative Transferstrukturen aufgebaut, wie die Schaffung der Position von Transfer- und Innovationsagent:innen in den drei Pflegeeinrichtungen, die Schaffung einer dezentralen Lerninfrastruktur in den Einrichtungen, das Angebot von Praktika und Hospitationen sowie regelmäßige Disseminationsveranstaltungen und die Entwicklung von Disseminationsmaterialien.

Weitere Informationen: https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/aktuelle-meldungen/detailansicht/millionenprojekt-fuer-mehr-qualitaet-in-der-pflege-im-land-bremen

BMBF-Förderprogramm „T!Raum": https://www.innovation-strukturwandel.de/strukturwandel/de/innovation-strukturwandel/t_raum/t_raum_node.html

Quelle: Christina Selzer: Millionenprojekt für mehr Qualität in der Pflege im Land Bremen. Gemeinsame Pressemitteilung der Universität Bremen und der Hochschule Bremen vom 30.09.22

Kontakt:

Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck

Universität Bremen, Fachbereich 11

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Leiterin Abt. Qualifikations- und Curriculumforschung

darmann@uni-bremen.de

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann

Universität Bremen, Fachbereich 11

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Leiterin Abt. Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung

wolf-ostermann@uni-bremen.de

Unterricht durchführen mit der CARO - App© Ingrid Darmann-Finck
Digitale Lernumgebung des IPP-Projektes CARO auf Onlinefachtagung vorgestellt

Im Rahmen einer Abschlusstagung im BMBF-geförderten Projekt CAre Reflection Online (CARO) für die Fachweiterbildung Onkologische Pflege (CAROplusONKO) (Laufzeit 2019-2022) am 20. und 21. September 2022 gab es die Gelegenheit, die digitale Lernumgebung in der Rolle als Lernende kennenzulernen, aber auch selbstständig in der Rolle als Lehrende:r Unterricht in CARO zu planen. CARO wurde von Prof. Dr. Ingrid-Darmann-Finck und ihrem Team der Abteilung Qualifikations- und Curriculumforschung des Instituts für Public Health und Pflegeforschung sowie vom Arbeitsbereich Medienpädagogik und Didaktik multimedialer Lernumgebungen (Prof. Dr. Karsten D. Wolf) der Universität Bremen entwickelt.

Am zweiten Tag standen die pflege- und mediendidaktischen Begründungen der Konzeption der CARO-Anwendung im Vordergrund und wurden außerdem über das Projekt hinausreichende Fragen der digital unterstützten Aus- und Weiterbildung diskutiert. Als eines der Highlights der Tagung hielt Prof. Dr. Isa Jahnke (TU Nürnberg), eine der führenden Mediendidaktiker:innen Deutschlands, einen Vortrag zu „Learning Experience Design and Research – Aktuelle Trends für die (Weiter-) Entwicklung digitaler Lehr-Lern-Umgebungen“. Von den insgesamt 45 Teilnehmenden gab es nicht nur begeisterte Rückmeldungen zur Tagung und zur CARO-Anwendung („Ich freue mich, die neuen Möglichkeiten der CARO-App ausprobieren zu können.“), sondern auch zahlreiche Anfragen für einen CARO-Account.

Kontakt:

Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck

Universität Bremen, Fachbereich 11

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Leiterin Abt. Qualifikations- und Curriculumforschung

darmann@uni-bremen.de

+49 421 218 68940

https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/qualifikations-und-curriculumforschung

Prof. G. Bolte und Dr. R. Shrestha mit weiteren Mitgliedern des Internationalen Arbeitskreises „Urban Planning for Health Equity“ bei dem Auftakttreffen am 21./22.09.2022 in Bochum© International Working Group Urban Planning for Health Equity, Koordination H. Köckler
Prof. Dr. Gabriele Bolte initiiert als Gründungsmitglied des Arbeitskreises internationalen Austausch zur Transformation zu nachhaltigen, resilienten, klimagerechten und gesunden Städten

Mit einem zweitägigen Workshop nahm der neue internationale Arbeitskreis „Urban Planning for Health Equity“ im September 2022 seine Arbeit auf. Der Arbeitskreis wird von der in Hannover ansässigen ARL-Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft für drei Jahre gefördert und befasst sich aus einer inter- und transdisziplinären Perspektive mit den Möglichkeiten der Stadtplanung, soziale Gerechtigkeit in den Gesundheitschancen im urbanen Raum zu erreichen. Das übergreifende Ziel ist, Wege zu einer nachhaltigen, resilienten, klimagerechten und gesunden Stadt aufzuzeigen.

Aus dem Institut für Public Health und Pflegeforschung, Abteilung Sozialepidemiologie, gehören Prof. Gabriele Bolte und Dr. Rehana Shrestha dem internationalen Arbeitskreis an.

Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis aus den Bereichen Raumplanung, Stadtentwicklung, Urbanistik, Architektur, Public Health, Sozialer Arbeit sowie kommunaler und regionaler Verwaltung und dem WHO European Healthy Cities Network aus sieben europäischen Staaten bilden den neuen Arbeitskreis. Prof. Gabriele Bolte ist Gründungsmitglied des Arbeitskreises und bringt ihre Expertise zu Umweltgerechtigkeit, gesundheitsfördernder Stadtentwicklung und zur Abschätzung von Ungleichheitseffekten komplexer Interventionen ein. Dr. Rehana Shrestha wurde als Mitglied berufen aufgrund ihrer Expertise in der Nutzung digitaler Methoden und geoinformationsbasierter Werkzeuge für die Partizipation von Bürger:innen und Akteuren in Stadtplanungsprozessen.

Städte stehen zunehmend im Fokus gesundheitswissenschaftlicher und raumplanerischer Forschung: Der Trend der Urbanisierung ist weltweit ungebrochen und Städte sind Orte sozialer Segregation, vielfältiger Umweltbelastungen und gesundheitlicher Ungleichheiten. Vielfältige Krisen wie die Folgen des Klimawandels, die aktuelle Energiekrise, die wachsende sozio-ökonomische Ungleichheit und die Corona-Pandemie stellen die große Transformation zur Nachhaltigkeit vor weitere erhebliche Herausforderungen. Die Resilienz von Stadtquartieren muss erhöht werden, d.h. die Robustheit der Strukturen und Dienstleistungen (Wohnen, Umwelt, Versorgen, Mobilität) und die Anpassungsfähigkeit im Sinne von Ressourcen und (proaktiven) Maßnahmen der verschiedenen Ressorts zur Reaktion auf veränderte Bedingungen. Eine wichtige Rolle spielen zudem Unterschiede in der Vulnerabilität bzw. Widerstandsfähigkeit verschiedener Bevölkerungsgruppen in einer Stadt. Für ein Gelingen der Transformation zu einer nachhaltigen, resilienten, klimagerechten und gesunden Stadt sind die ressortübergreifende Zusammenarbeit im Sinne eines Health Equity in All Policies-Ansatzes und die umfassende Partizipation von Bürger:innen und zivilgesellschaftlichen Akteuren essentiell.

Weitere Informationen:

International Working Group Urban Planning for Health Equity

https://www.arl-international.com/activities/urban-planning-health-equity

Forschungsschwerpunkte der Abteilung Sozialepidemiologie des IPP zu Urban Health / Gesundheit im urbanen Raum und zu Environmental Justice / Umweltgerechtigkeit:

https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/sozialepidemiologie/forschungsschwerpunkte/

Kontakt:

Prof. Dr. Gabriele Bolte

Abteilung Sozialepidemiologie

Institut für Public Health und Pflegeforschung

gabriele.bolte@uni-bremen.de

KommissionEPH © Prof. Dr. G. Bolte
Einschätzung der Wirkung von Umwelteinflüssen und des Klimawandels auf die Gesundheit

Prof. Dr. Gabriele Bolte wurde als Public Health-Expertin für Umwelt & Gesundheit und für Umweltgerechtigkeit vom Präsidenten des Robert Koch-Instituts im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Gesundheit und in Abstimmung mit dem Umweltbundesamt in die Kommission Environmental Public Health für den Zeitraum 2022-2026 berufen.

Die Kommission berät das Robert Koch-Institut und das Umweltbundesamt in Fragen zu Environmental Public Health. Im Vordergrund steht dabei die Einschätzung der Wirkung von Umwelteinflüssen auf die Gesundheit der Bevölkerung. Zu den Aufgaben zählen auch die Beratung für einen bevölkerungsbezogenen, präventiven Gesundheitsschutz sowie zu einer adäquaten Risikokommunikation und Berichterstattung. Ein Schwerpunkt der zukünftigen Arbeit der Kommission soll auf aktuellen Herausforderungen globaler Krisen liegen, insbesondere klimawandelbedingter Auswirkungen auf die Gesundheit und Gesundheit im Kontext von Nachhaltigkeit und Planetarer Grenzen.

Gabriele Bolte forscht mit dem Team der Abteilung Sozialepidemiologie des Instituts für Public Health und Pflegeforschung zu Urban Health - Gesundheit im urbanen Raum und zu Umweltgerechtigkeit - Chancengleichheit bei Umwelt und Gesundheit.

Sie leitet das WHO Collaborating Centre for Environmental Health Inequalities.

Weitere Informationen:

Forschungsschwerpunkte der Abteilung Sozialepidemiologie des IPP: https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/sozialepidemiologie/forschungsschwerpunkte/

WHO Collaborating Centre for Environmental Health Inequalities

https://www.uni-bremen.de/who-collaborating-centre-for-environmental-health-inequalities/

Kontakt:

Prof. Dr. Gabriele Bolte

Abteilung Sozialepidemiologie

Institut für Public Health und Pflegeforschung

gabriele.bolte@uni-bremen.de

Louisa Maria Carius, Dr. Bernd Grübler, Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann, Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann, Kirsten Jüttner, Oliver Blatt (v.l.n.r.)© vdek / Patrick Tempel
Von kooperativer Arbeitsteilung bis hin zu Künstlicher Intelligenz: Zukunft der Pflege im Blickpunkt des Ersatzkassenforums 2022 in Schwerin

Der Vortrag von Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann vom Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen zu innovativen Zukunftsthemen wie Digitalisierung und KI in der Pflege stand dabei im Fokus des Ersatzkassenforums 2022.  Ihr Beitrag widmete sich Ergebnissen aus der Versorgungsforschung zu Potenzialen technischer Neuerungen.

Das Ersatzkassenforum 2022 in Schwerin hatte die Zukunft der Pflege im Fokus. Unter dem Leitgedanken „von kooperativer Arbeitsteilung bis hin zu Künstlicher Intelligenz“ sollten mit dem diesjährigen Ersatzkassenforum der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern des Verbands der Ersatzkassen e.V. (vdek) am Mittwoch, dem 14. September Antworten und Strategien für die vielfachen aktuellen strukturellen Problemen in der Pflege diskutiert werden. Die Versorgungsforschung bietet dabei Ansätze für neue Wege und ergänzt tradierte Konzepte und Strukturdebatten durch neue Versorgungsansätze. „Technik, Digitalisierung und Pflege gehören im Versorgungsalltag bereits vielfach untrennbar zusammen und werden künftig noch an Bedeutung gewinnen. Aber auch beim Einsatz von Technologien wie der Künstlichen Intelligenz (KI) muss der Mensch weiter im Mittelpunkt stehen soziale Kompetenz kann durch KI nicht ersetzt werden.“ so Karin Wolf-Ostermann.

 

Kontakt:

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann

Universität Bremen

Fachbereich 11

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Abt. Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung

E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de

www.ipp.uni-bremen.de