Corona Update IPP

Die Ausbreitung der Infektionen mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 und die Zunahme der Anzahl der an COVID-19 erkrankten Menschen stellen unsere Gesellschaft, das Gesundheitssystem, die Politik und die Wissenschaft vor enorme Herausforderungen. Diese können nur in gemeinsamer Anstrengung bewältigt werden. Auch die Wissenschaftler*innen des Instituts für Public Health und Pflegeforschung am FB 11 der Universität Bremen bringen ihre interdisziplinäre Expertise in der Public Health- und Pflegeforschung bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie und bei der Bewältigung ihrer Folgen ein. Hier finden Sie ab sofort Informationen über diese Aktivitäten des IPP. Trotz regelmäßiger Pflege und Aktualisierung dieser Homepage ist es möglich, dass nicht alle tagesaktuellen Informationen und neue Entwicklungen zeitnah aufgenommen werden können. Bitte nutzen Sie daher immer auch die Informationen entsprechender Behörden des Bundes und der Länder, des Robert Koch-Instituts und Ihrer regionalen Gesundheitsämter.

Der Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften informiert auf seiner Homepage umfassend über entsprechende Aktivitäten der Fachbereichsmitglieder einschließlich des IPP.

‏‏‎ ‎

Prof. Dr. Ansgar Gerhardus vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen kritisiert die Corona-Regeln im Land Bremen: Diese seien oft missverständlich. Manche Lockerungen hält er für verfrüht – aber nicht alle.

Hier geht es zum Interview:
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/gesellschaft/wie-sinnvoll-sind-coronaregeln-experte-bremen-100.html

Autorin: Carolin Helm
buten un binnen, 25.05.20

Kontakt
Prof. Dr. med. Ansgar Gerhardus, M.A., MPH
University of Bremen
Faculty 11 Human and Health Sciences
Institute of Public Health and Nursing Research
Email: ansgar.gerhardus@uni-bremen.de
http://www.public-health.uni-bremen.de/pages/abteilung1/index.php
http://www.healthsciences.uni-bremen.de/home.html

Karin Wolf- OstermannKarin Wolf- Ostermann
Forschungsteam des IPP und des Socium untersucht Herausforderungen in Zusammenhang mit Corona-Pandemie

Autor/in: Karla Götz / Pressestelle Universität Bremen

Ein Forschungsteam der Universität Bremen will jetzt mit einer breit angelegten Online-Befragung herausfinden, vor welchen Herausforderungen Pflegeeinrichtungen während der Corona-Pandemie stehen und wie sie damit umgehen.
Pflegekräfte waren auch vor Ausbruch der Pandemie hoch belastet. Nun hat sich die Situation verschärft und die Einrichtungen stehen vor großen Herausforderungen. Das betrifft sowohl personelle als auch materielle Ressourcen. Darüber, wie die Betroffenen mit dieser Situation umgehen, ist wenig bekannt. Die Universität Bremen hat sich zum Ziel gesetzt, dazu verlässliche Daten zu erheben. Ein neunköpfiges Team aus dem Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), einer Wissenschaftlichen Einrichtung des Fachbereiches 11 Human- und Gesundheitswissenschaften, und dem SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik führen unter Leitung von Professorin Karin Wolf-Ostermann und Professor Heinz Rothgang eine bundesweite Online-Befragung in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen durch. Mehr als die Hälfte aller Pflegeeinrichtungen in Deutschland, insgesamt 18.000, werden jetzt per E-Mail kontaktiert.

„Wir befinden uns in einem Dilemma“

Pflegebedürftige gehören zu den gefährdeten Gruppen im Land. Wenn Sie an COVID-19 erkranken, ist die Todesrate sehr hoch. Sie sollten geschützt werden. Die einzige derzeit bekannte und genutzte Strategie zur Eindämmung der Pandemie ist soziale Distanzierung. Diese Strategie ist bei Pflegebedürftigen aber nicht im selben Maß anwendbar wie bei der restlichen Bevölkerung, da die Betroffenen auf persönliche Unterstützung angewiesen sind und damit auch auf körperliche Nähe nicht verzichten können. Dennoch können Maßnahmen der sozialen Distanzierung ergriffen werden, etwa durch Einschränkungen der Besuchsmöglichkeiten. „Dies führt aber zu Isolation und Einsamkeit, die für Pflegebedürftige ebenfalls gefährlich ist. Wir befinden uns also in einem Dilemma“, sagt Pflegeprofessorin Karin Wolf-Ostermann.

Handlungsempfehlungen für die Politik

Ziel der wissenschaftlichen Untersuchung ist es nun, festzustellen, welche Herausforderungen für die Pflegedienstleitungen während der Corona-Pandemie bestehen. Es soll ermittelt werden, an welchen personellen und materiellen Ressourcen es mangelt und welche Änderungen der Rahmenbedingungen sich entlastend auf die Pflegeeinrichtungen auswirken könnten. Aus den Ergebnissen wollen die beteiligten Bremer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Handlungsempfehlungen formulieren, die über das Bundesministerium für Gesundheit in den politischen Prozess eingespeist werden können. „Die Corona-Krise macht deutlich, wie belastet Pflegeeinrichtungen sind. Es ist zu hoffen, dass Bemühungen, die Personalsituation in Einrichtungen zu verbessern, durch die Krise nicht behindert, sondern sogar befördert werden“, sagt Gesundheitsökonom Professor Heinz Rothgang. Seine Kollegin Karin Wolf-Ostermann ergänzt: „Die Krise ist eine Chance für einen technologischen Innovationsschub. Einrichtungen sollten zum Beispiel die digitale Kommunikation der Bewohner mit Angehörigen ermöglichen.“

Fragen beantworten:
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung am Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Universität Bremen
Tel.: +49 421 218-68960
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de

Prof. Dr. Heinz Rothgang
SOCIUM Zentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Universität Bremen
Tel.: +49 421 218-58557
E-Mail: rothgang@uni-bremen.de

Ansgar Gerhardus© Harald Rehling / Universität Bremen
Prof. Dr. Ansgar Gerhardus bei buten un binnen

Prof. Dr. Ansgar Gerhardus vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen kommentiert im Interview mit buten un binnen die neuen Regelungen im Zuge der COVID-19-Pandemie. Er spricht sich für eine schrittweise Öffnung der Schulen und der Pflegeheime aus, unter Einbezug aller Beteiligten. Die geplante rasche Öffnung der Gaststätten hält er dagegen für verfrüht.

Ansgar Gerhardusist seit 2011 Hochschullehrer am Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften und hat die Professur für Versorgungsforschung am IPP inne.

Ansgar Gerhardus ist 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH) und koordiniert das Kompetenznetz Public Health zu COVID-19, das mit über 25 Fachgesellschaften wissenschaftliche Informationen für Entscheidungsträger*innen zum Umgang mit der COVID-19-Pandemie erstellt (Informationen unter:  https://www.public-health-covid19.de )

Hier geht es zur Sendung:

https://www.butenunbinnen.de/videos/sendungen/butenunbinnen-1762.html

Sendung: buten un binnen, regionalmagazin vom 4. Mai 2020

Kontakt

Prof. Dr. med. Ansgar Gerhardus, M.A., MPH

Abteilung 1: Versorgungsforschung – Department for Health Services Research

Institut für Public Health und Pflegeforschung

Fachbereich 11

Universität Bremen

Email: ansgar.gerhardus@uni-bremen.de

http://www.public-health.uni-bremen.de/pages/abteilung1/index.php

http://www.healthsciences.uni-bremen.de/home.html

Prof. Dr. Gabriele Bolte© Gabriele Bolte
Prof. Gabriele Bolte forscht zu den Folgen für soziale Ungleichheiten in der Gesundheit

Die Arbeitsgruppe "Indirekte Gesundheitsfolgen von Maßnahmen des Infektionsschutzes" des Kompetenznetzes Public Health COVID-19 hat das Hintergrundpapier Indirekte Gesundheitsfolgen der aktuellen Maßnahmen zum Infektionsschutz in Deutschland veröffentlicht.

Prof. Gabriele Bolte, Leiterin der Abteilung Sozialepidemiologie im Institut für Public Health und Pflegeforschung, ist Co-Autorin des Hintergrundpapiers und bringt ihre Expertise zu sozialen Ungleichheiten, Geschlechterverhältnissen und Gesundheit sowie Umweltgerechtigkeit in die Arbeitsgruppe ein.

Die Stellungnahme der Arbeitsgruppe bezieht sich auf die Notwendigkeit einer umfassenden Gesundheitsfolgenabschätzung und zeigt mögliche negative gesundheitliche Folgen hinsichtlich der Verschärfung sozialer Ungleichheiten in der Gesundheit auf. Es verweist auf die langfristige Gefahr des verminderten umweltbezogenen Gesundheitsschutzes unter den Bedingungen einer Wirtschaftskrise.

Das Hintergrundpapier finden Sie hier:

https://www.public-health-covid19.de/images/2020/Ergebnisse/Hintergrundpapier_Indirekte_Folgen_von_Manahmen_des_Infektionsschutzes_Version01_23042020.pdf

Informationen zu den Arbeitsgruppen des Kompetenznetzes Public Health COVID-19 finden Sie hier:

https://www.public-health-covid19.de/de/arbeitsgruppen.html

Kontakt

Prof. Dr. Gabriele Bolte

Abteilung Sozialepidemiologie

Institut für Public Health und Pflegeforschung

gabriele.bolte@uni-bremen.de

Interview mit Prof. Dr. Stefan Görres in Radio Bremen Zwei

Interview mit Prof. Dr. Stefan Görres vom Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen zum Thema: Häusliche Pflege in Corona-Zeiten
Moderation: Marion Cotta
Sendetermin des Beitrags auf Bremen Zwei: Fr., 27.03.2020 um 15.12 Uhr

Kontakt:
Prof. Dr. Stefan Görres
Universität Bremen, Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de
https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/interdisziplinaere-alterns-und-pflegeforschung/

Stefan Görres© Harald Rehling/ Universität Bremen
Diskussion mit Prof. Dr. Stefan Görres

Pflegeeinrichtungen melden immer mehr Corona-Tote, das Personal muss sich Schutzkleidung aus Müllsäcken basteln, alte und kranke Menschen vereinsamen wegen der Kontaktsperren: Das Virus bringt unser Pflegesystem ans Limit. Was tun?“ (Deutschlandfunk)

Prof. Dr. Stefan Görres und Johanna Knüppel (DBfK) äußern sich in dem Diskussionsbeitrag mit dem Deutschlandfunk zu der kritischen Situation in Pflegeheimen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und zu Lösungsstrategien. Der Bremer Pflegewissenschaftler Prof. Dr. Stefan Görres ist Leiter der Abteilung interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung am Institut für Public Health der Universität Bremen.

Hier geht es zum Beitrag:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/wortwechsel.1082.de.html

Corona und die Pflege. Die Not der Alten, der Kranken und ihrer Betreuenden

Moderation: Nicole Dittmer

Deutschlandfunk Kultur, WORTWECHSEL

Beitrag vom 24.04.2020

 

Kontakt:

Prof. Dr. Stefan Görres

Universität Bremen, Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Sprecher Abt. Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung

E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/interdisziplinaere-alterns-und-pflegeforschung/

Interview mit Bremer Pflegewissenschaftler

Prof. Dr. Stefan Görres äußert sich zu der kritischen Situation von alten und behinderten Menschen in Pflegeheimen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.
Der Bremer Pflegewissenschaftler Prof. Dr. Stefan Görres ist Leiter der Abteilung interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung am Institut für Public Health der Universität Bremen.

Zu den Beiträgen:

https://www.br.de/nachrichten/bayern/wenn-heime-zur-falle-fuer-alte-und-behinderte-menschen-werden

https://www.br.de/mediathek/podcast/der-funkstreifzug/wenn-heime-zur-falle-fuer-alte-und-behinderte-menschen-werden-1/1796056

Kontakt:
Prof. Dr. Stefan Görres
Universität Bremen, Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de
https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/interdisziplinaere-alterns-und-pflegeforschung/

Deutsche Gesellschaft für Public Health entwickelt gemeinsam mit anderen Fachgesellschaften neue Plattform

COVID-19 stellt eine enorme Bedrohung der Gesundheit und der Lebensbedingungen der Menschen weltweit dar. Da es sich um eine Infektion mit einem neuartigen Virus handelt, fehlt es an verlässlichen Daten und Informationen in fast allen Bereichen.

Um dem entgegenzuwirken hat sich die Deutsche Gesellschaft für Public Health (DGPH) in dieser Woche mit über 15 wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Verbänden aus dem Bereich Public Health zum Kompetenznetz Public Health zu COVID-19 zusammengetan, um die epidemiologisch-statistische, sozialwissenschaftliche, (bevölkerungs-) medizinische und methodische Fachkenntnis zu bündeln. Gemeinsam vertreten wir mehrere Tausend Wissenschaftler*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Ziel der Initiative ist es, schnell und flexibel interdisziplinäre Expertise zu COVID-19 für die aktuelle Diskussion und Entscheidungsfindung zur Verfügung zu stellen. Dafür werden wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen, aufbereitet und in verständlicher Form verbreitet. Je nach Thema und Zielgruppe nutzen wir unterschiedliche Formate.

Über diese Initiativen informiert die DGPH laufend auf einer eigenen Website: https://www.public-health-covid19.de

Dort finden sich auch Ansprechpartner*innen und nähere Angaben zu den zu bearbeitenden Themen.

Die Mitglieder des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) engagieren sich in der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH), einem interdisziplinären und multiprofessionalen Zusammenschluss von Personen, Institutionen, Organisationen und Fachgesellschaften mit Zuständigkeit und Verantwortung für Lehre, Forschung und Praxis im Bereich von Public Health. Seit 2010 vertritt das IPP die Mitgliedschaft der Universität Bremen in der DGPH. Prof. Dr. Ansgar Gerhardus vom IPP der Universität Bremen ist Vorstandsvorsitzender der DGPH.

Kontakt:
Prof. Dr. med. Ansgar Gerhardus, M.A., MPH
Abteilung 1: Versorgungsforschung – Department for Health Services Research
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Fachbereich 11
Universität Bremen
Email: ansgar.gerhardus@uni-bremen.de
http://www.public-health.uni-bremen.de/pages/abteilung1/index.php
http://www.healthsciences.uni-bremen.de/home.html

Neue Homepage des Fachbereiches 11

Die Ausbreitung der Infektionen mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 und die Zunahme der Anzahl der an COVID-19 erkrankten Menschen stellen die Gesellschaft, das Gesundheitssystem, die Politik und die Wissenschaft vor enorme Herausforderungen. Auch die Wissenschaftler*innen des IPP am FB 11 der Universität Bremen bringen ihre fachliche Expertise bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie und bei der Bewältigung ihrer Folgen ein. So hat der Fachbereich 11 auf seiner Homepage die neue Unterseite Corona-Update FB 11 erstellt. Hier finden sich ab sofort Informationen über entsprechende Aktivitäten des IPP, des Fachbereichs 11 und des Wissenschaftsschwerpunktes Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen.  

Sie finden hier zudem Linklisten des IPP mit nützlichen Informationen zur Corona-Pandemie sowie zu Möglichkeiten, sich im Bremer Raum zu engagieren.  

Kontakt: 

Prof. Dr. Gabriele Bolte (Geschäftsführende Direktorin) 

Heike Mertesacker (Wissenschaftliche Geschäftsführung) 

Universität Bremen, Fachbereich 11, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)