Aktuelle Mitteilungen

Mitteilungen aus den Medien, Hinweise für Veranstaltungen, neue Publikationen und sonstige Mitteilungen des IPP.

Beitrag von Prof. Dr. Stefan Görres in CAREkonkret

In dem Beitrag spricht sich Prof. Dr. Stefan Görres für eine Veränderung der bestehenden starren Fachkraftquote aus. Diese ist angesichts des Fachkräftemangels kaum einzuhalten, nicht wissenschaftlich belegt und somit kein Garant für Qualität.
Die Flexibilisierung der Fachkraftquote kann angesichts des Pflegenotstands eine geeignete Lösung darstellen. Mit einem bestmöglichen Care-Mix, mit unterschiedlich qualifiziertem Personal, angepasst an den Case-Mix in den einzelnen Pflegeeinrichtungen, kann durchaus ein akzeptables Qualitätsniveau erwartet werden. Das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) an der Universität Bremen führt im Auftrag der GKV ein entsprechendes Modellprojekt durch, das im Oktober 2019 seine Ergebnisse vorstellt.
 
Görres, S. (2019). Welcher Personal-Mix ist wirklich sinnvoll?, CAREkonkret, Ausgabe 9, 22, S. 8
http://www.carekonkret.net/

Stefan Görres stellt sein Thema „Wie viel Personal, wie viele Fachkräfte braucht die Pflege?“ am 3.April 2019 auf dem Zukunftstag Altenpflege in Nürnberg vor.
altenpflege-messe.de

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Pflegewissenschaftliche Studien im Überblick – Februar 2019

Pflegebedürftige ältere Menschen sind aufgrund eines häufig geschwächten Immunsystems anfällig für Infektionen. Durch verbesserte Handygiene können in der stationären Pflege viele Infektionen vermieden werden. Dass Pflegeheime in dieser Hinsicht noch mehr tun können, verdeutlicht Prof. Görres anhand drei pflegewissenschaftlicher Studien:
Eine in Paris, Frankreich, durchgeführte Studie untersuchte die Auswirkungen eines Handhygieneprogramms auf das Infektionsrisiko in Pflegeheimen. Es zeigten sich im Vergleich zu der Kontrollgruppe eine gesteigerte Nutzung von Desinfektionsmitteln, eine signifikant niedrigere Sterblichkeit und eine niedrigere Anzahl an Antibiotika-Verordnungen.
Eine Studie, die in Hongkong durchgeführt wurde, untersuchte ob eine Handhygiene-Aufsicht bei Pflegeheimbewohner*innen das Vorkommen von multiresistenten Bakterien in Pflegeheimen reduzieren kann. Die Forschungsergebnisse zeigten in den Pflegeeinrichtungen der Interventionsgruppe eine signifikante Reduktion der MRSA-und CRA-Kontamination und eine Steigerung des Verbrauches von Desinfektionsmittel.
US-amerikanische Forscher*innen untersuchten in einer Studie inwiefern ein interaktives Schulungsprogramm das Wissen über die Kontrolle und die Vorbeugung von Infektionen verbessern kann. Es zeigten sich durch die Intervention Verbesserungen in den Schulungsmodulen zu Handhygiene, Pflege von Harnwegskathetern und multiresistente Organsimen.

Görres, S. & Böbel, S. (2019). Gesundheit durch Händewaschen, Altenpflege, 44 (1), 40-41. Hannover: Vincentz Network.
Website: http://www.altenpflege-online.net/

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Mitglied des Direktoriums
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Henning Schmidt-Semisch

In Bremen wird die Einrichtung eines Drogenkonsumraums geprüft, der als Anlaufstelle für drogenabhängige Männer und Frauen dienen und im Zusammenhang mit dem Sicherheitskonzept für den Hauptbahnhof umgesetzt werden könnte. Die Behörde von Gesundheitssenatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt hat das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) an der Universität Bremen mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt, die die Chancen für eine Umsetzung in Bremen prüfen soll. Ende Juni sollen die Ergebnisse der Studie vorliegen.
Lesen Sie hierzu den Artikel im Weser Kurier:

S. Doll. Neue Anlaufstelle für Drogenabhängige in Bremen. Weser Kurier vom 04.03.2019 unter: https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-neue-anlaufstelle-fuer-drogenabhaengige-in-bremen-_arid,1811558.html

Weitere Informationen zur Studie unter:
https://www.ipp.uni-bremen.de/forschung/abteilung-6-gesundheit-&-gesellschaft/projekte/?proj=777


Kontakt:

Prof. Dr. Henning Schmidt-Semisch
Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Abt. 6 Gesundheit und Gesellschaft
Mail: schmidt-semisch@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de/forschung/abteilung-6-gesundheit-&-gesellschaft/

Von links nach rechts: Gertrud Stöcker, Axel Wecht und Axel Doll (Mitglieder der Steuerungsgruppe), Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck, Sabine Muths und Sebastian Partsch (Projektteam), Dr. Jutta Semrau (Bundesministerium für Gesundheit)© Ingrid Darmann-Finck
Datenbank mit Lernsituationen zur Förderung der kommunikativen Kompetenz in der Pflege steht ab sofort online zur Verfügung

Auf einer Fachtagung im Hotel Atlantic in Bremen wurde am 11. Und 12. Februar das Nationale Mustercurriculum „Kommunikative Kompetenz in der Pflege“ (NaKomm) vorgestellt, das in den letzten drei Jahren von Prof.in Dr. Ingrid Darmann-Finck, Sabine Muths und Sebastian Partsch am Institut für Public Health und Pflegeforschung (Abt. 4) entwickelt wurde. Das im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit durchgeführte und über den Nationalen Krebsplan geförderte Projekt stieß auf begeisterte Resonanz. Frau Dr. Jutta Semrau (BMG), Frau Senatorin Prof. Dr. Quante-Brandt und Gertrud Stöcker (DBR) würdigten das NaKomm in ihren Grußworten. Die 160 Teilnehmenden erhielten einen intensiven, zum Teil eher theoretischen, z. T. praktischen Einblick in die 45 im NaKomm enthaltenen Lehr-/Lernsituationen und in die Nutzungsmöglichkeiten. Die Datenbank steht interessierten Lehrerinnen und Lehrern ab sofort unter http://nakomm.ipp.uni-bremen.de als Best Practice Beispiel zur Integration in schulinterne Curricula kostenfrei zur Verfügung.

Luftschadstoffe und Gesundheit: Aktuelle Diskussion zu Grenzwerten© Gabriele Bolte
Stellungnahmen der Kommission Umweltmedizin und Environmental Public Health und mehrerer nationaler und internationaler Fachgesellschaften

Zu der aktuellen Diskussion der gesundheitlichen Bedeutung von Luftschadstoffen wie Stickstoffdioxid und Feinstaub und der Festlegung von Grenzwerten für einen Gesundheitsschutz der Bevölkerung sind mehrere Stellungnahmen und Antworten auf häufig gestellte Fragen erschienen, die zur Versachlichung und wissenschaftlichen Fundierung der Diskussion beitragen sollen.

Das Umweltbundesamt hat gemeinsam mit der Kommission Umweltmedizin und Environmental Public Health Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema „Stickstoffdioxid: Gesundheitliche Bedeutung von Grenzwerten“ erarbeitet.

Die Fachgesellschaften für Epidemiologie, Prävention und Public Health in Deutschland [Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Deutsche Gesellschaft für Public Health (DGPH)] betonen in ihrer Stellungnahme die wissenschaftlichen Grundlagen für die gesundheitliche Bewertung von Luftschadstoffen.

Im Bereich der Forschung zu den Gesundheitseffekten von Luftschadstoffen ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben im Namen der Internationalen Gesellschaft für Unmweltepidemiologie (ISEE) und der European Respiratory Society (ERS) die Expertise „Die Rolle der Luftschadstoffe für die Gesundheit“ verfasst.

Im Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) forscht Prof. Dr. Gabriele Bolte zu umweltbezogener Gesundheit. Seit 2016 ist sie vom Bundesministerium für Gesundheit berufenes Mitglied der Kommission Umweltmedizin und Environmental Public Health am Robert Koch Institut. Seit Jahren ist sie im gemeinsamen Arbeitskreis "Umweltmedizin, Expositions- und Risikoabschätzungen" der Fachgesellschaften DGEpi, GMDS und DGSMP aktiv.

Das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) vertritt die Mitgliedschaft der Universität Bremen in der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH).


Kontakt:

Prof. Dr. Gabriele Bolte
Geschäftsführende Direktorin des IPP und Leiterin der Abteilung Sozialepidemiologie
Universität Bremen
E-Mail: gbolte@uni-bremen.de

Prof. Dr. Stefan Görres äußert sich positiv zur Pflegekammer

Am vergangenen Donnerstag fand eine Podiumsdiskussion im NWZ-Medienhaus in Niedersachen statt, bei der Prof. Dr. Stefan Görres die Ansicht vertreten hat, dass die Pflegekammer eine Chance zur Verbesserung der Pflege darstellt. Der Pflegewissenschaftler ist der Meinung, dass Begriffe wie Zwangsmitgliedschaft eliminiert werden müssen. 
Geleitet wurde die Diskussionsrunde von Lars Laue und weitere teilnehmende Personen waren Sandra Mehmcke, Esther Binar, Alexander Jorde und Kai Boeddinghaus. Vorrangig thematisiert wurden insbesondere die Mitgliedschaft sowie die Beitragshöhe.

Der dazugehörige Beitrag ist abrufbar unter:

NWZ. (2019). Pflichtmitgliedschaft entzweit Pflegekräfte. NWZ-Forum. Verfügbar unter: https://mobil.nwzonline.de/politik/niedersachsen/oldenburg-nwz-forum-pflichtmitgliedschaft-entzweit-pflegekraefte_a_50,3,3620951923-amp.html (letzter Zugriff: 05.02.2019)

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Pflegewissenschaftliche Studien im Überblick – Januar 2019

Ältere Personen benötigen häufig verschiedene Arzneimittel. Ein bestehendes Problem in stationären Pflegeeinrichtungen sind unsachgemäße Verschreibungen und Übermedikationen. Dass der zunehmende Tablettenkonsum aber nicht automatisch von hohem Nutzen ist, verdeutlicht Prof. Görres anhand drei pflegewissenschaftlicher Studien:
Die in den Niederlanden durchgeführte Studie untersuchte die Effektivität einer Methode zur Überprüfung der Verschreibungen von Psychopharmaka bei dementen Pflegeheimbewohnern und -bewohnerinnen. Die Forschungsergebnisse konnten eine Zunahme der sachgemäßen Verschreibungen durch die Anwendung der entwickelten Methode belegen.
Eine weitere niederländische Studie hatte eine Optimierung der Anzahl an Verschreibungen sowie die Reduktion des unangemessenen Medikamentengebrauchs durch eine Intervention zum Ziel. Im Vergleich der beiden Untersuchungsgruppen konnte nachgewiesen werden, dass die Anwendung der Intervention häufiger zur Einstellung mindestens eines unnötigen Medikamentes führte. Als Limitation wird auf eine fehlende Aussage zu künftigen Entzugserscheinungen und Rückfällen verwiesen.
Eine Studie, die in Großbritannien umgesetzt wurde, erforschte die Folgen personenzentrierter Pflege auf die Verwendung von Antipsychotika, Agitation und depressive Symptome bei dementen Pflegeheimbewohnern und -bewohnerinnen. Diese erfahren möglicherweise Vorteile durch das Absetzen der Antipsychotika in Zusammenhang mit nicht-pharmakologischen Interventionen (Bewegung, soziale Interaktion).

Den Artikel finden Sie hier.

Görres, S. & Böbel, S. (2019). Genauer Blick auf Medikamente, Altenpflege, 44 (1), 26-27. Hannover: Vincentz Network.
Website: http://www.altenpflege-online.net/

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Prof. Dr. Stefan Görres
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Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Teilnahme des Pflegewissenschaftlers Prof. Dr. Stefan Görres

Nach der Experteneinschätzung von Herrn Prof. Görres zur umstrittenen Pflegekammer in Niedersachsen äußert sich der Pflegewissenschaftler im Rahmen der bereits ausverkauften Podiumsdiskussion am 31.01.2019 um 19:00 Uhr im MWZ-Medienhaus (Peterstraße 28-34, 26121 Oldenburg) zu diesem Thema.

Nähere Informationen erhalten Sie unter:
    • Nordwest Zeitung. (2019). NWZ-Podiumsdiskussion zur Pflegekammer. Verfügbar unter: https://www.nwzonline.de/termine/nwz_podiumsdiskussion_zur_pflegekammer_26321852-3_55396374-3.html (letzter Zugriff: 22.01.2019)
    • Nordwest Zeitung. (2019). Schlagabtausch zur Pflegekammer ausverkauft. Podiumsdiskussion bei der NWZ in Oldenburg. Verfügbar unter: https://www.nwzonline.de/oldenburg/politik/oldenburg-podiumsdiskussion-bei-der-nwz-in-oldenburg-schlagabtausch-zur-pflegekammer-ausverkauft_a_50,3,3264281311.html (letzter Zugriff: 22.01.2019)

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Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
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E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Interessenkonflikt

Anlässlich des Prozesses um den ehemaligen Krankenpfleger Niels Högel, welchem 100 Tötungen an Patienten der Intensivstationen des Klinikums Oldenburg und des Krankenhauses Delmenhorst vorgeworfen werden, kommt es nun zu einer Befragung der Kollegen und der stellvertretenden Stationsleitung. Bei der Frage auf mögliche Vorzeichen der Taten oder bestimmter Auffälligkeiten wegen dem Anstieg von Reanimationsfällen macht sich ein zurückhaltendes bis abweisendes Verhalten bemerkbar. Keiner der Mitarbeiter traut sich etwas dazu zu sagen. Dies macht ein fehlendes Fehlermanagement deutlich. Bereits in der Ausbildung fehlt es an der Vermittlung einer Fehlerkultur und einer darauf abgestimmten Führung. Dies scheint in dem betreffenden Klinikum nicht vorhanden gewesen zu sein und gibt Anlass für einen Weiterentwicklungsbedarf.

Medscape 2019: Kollegen-Befragung im Prozess gegen Högel: 100 Tote und keiner will etwas gemerkt haben – was machte die Morde möglich?
Verfügbar unter: https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4907622#vp_1 (Stand: 11.02.2019)

Interview mit PD Dr Guido Schmiemann in der Rubrik „Wissen“ für die Tageszeitung Die Welt

W. Hollersen (2019) Antibiotika oder Blasentee? Viele Mittel und Maßnahmen sollen gegen Blasenentzündung helfen. Nur wenige sind nachweislich wirksam.
Interview mit PD Dr. Guido Schmiemann, Universität Bremen, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP).
Die Welt. Wissen. 22.01.2019, S. 20
www.welt.de/gesundheit/plus187457866/Wie-Blasenentzuendung-erkannt-und-behandelt-wird.html

Kontakt:
PD Dr. Guido Schmiemann, MPH
Universität Bremen, Institut für Public Health und Pflegeforschung
Abteilung 1: Versorgungsforschung/ Department for Health Services Research
Mail: schmiemann@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de/forschung/abteilung-1--versorgungsforschung/