Aktuelle Mitteilungen

Mitteilungen aus den Medien, Hinweise für Veranstaltungen, neue Publikationen und sonstige Mitteilungen des IPP.

Experteneinschätzung von Prof. Görres

Im Rahmen des Hauptstadtkongresses in Berlin weist Prof. Görres auf fehlende evidenzbasierte Studien zum Einfluss der Fachkraftquote auf die pflegerische Versorgungsqualität hin. Der Pflegewissenschaftler leitet deshalb als zukünftige Forschungsaufgabe die Ermittlung dieses Einflusses ab. Darüber hinaus besteht laut Prof. Görres aber eine weitere Aufgabe darin, mögliche alternative Lösungen zur Fachkraftquote zu identifizieren. Dies ist vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, durch den die Fachquote bereits heutzutage nicht realisiert werden kann, ebenfalls von besonderer Relevanz.

Der gesamte Beitrag von Dr. Christina Lauer ist auf der Website
„BibliomedPflege. Das Portal für die Pflege powered by Die Schwester Der Pfleger“ verfügbar unter: https://www.bibliomed-pflege.de/alle-news/detailansicht/35531-fachkraftquote-allein-kann-qualitaet-der-pflege-nicht-verbessern/

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Mitglied des Direktoriums
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck © IPPProf. Dr. Ingrid Darmann-Finck © IPP
Ingrid Darmann-Finck forscht zu „Entwicklungsaufgaben in der Pflegeausbildung“

Drei Jahre lang können zwei Nachwuchswissenschaftlerinnen bzw. –wissenschaftler am Institut für Public Health und Pflegeforschung unter der Leitung von Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck die subjektiven Bildungsgänge Pflegeauszubildender untersuchen. Die Studie wird sich auf den sozialisationstheoretischen Ansatz der Entwicklungsaufgaben stützen. Ziel ist es zu ermitteln, welche Entwicklungsaufgaben zu welchen Zeitpunkten im Ausbildungsverlauf von den Pflegeauszubildenden wie bearbeitet werden.  

Mit dem Projekt soll eine empirische Grundlage für die Entwicklung von Curricula und die Weiterentwicklung pflegedidaktischer Modelle geschaffen werden. Die Strukturierung der Pflegecurricula und damit des theoretischen und praktischen Unterrichts an Pflegeschulen erfolgt bislang weitgehend auf der Basis pflegefachlicher und –didaktischer Plausibilitäten. Auf der Basis der Ergebnisse könnten zukünftig Curricula bzw. konkrete Lehr-/Lernangebote so gestaltet werden, dass sie die Bearbeitung von beruflichen Entwicklungsaufgaben in unterschiedlichen Ausbildungsphasen systematisch unterstützen.

Kontakt:
Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck
Universität Bremen
Fachbereich 11
Wissenschaftsschwerpunkt 6 Health Sciences
Adjunct Professor University of Ottawa
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Abt. 4 Qualifikations- und Curriculumforschung
Telefon (0421) 218-68940
darmann@uni-bremen.de

www.public-health.uni-bremen.de
www.healthsciences.uni-bremen.de

© Deutscher Bildungsrat 2018Christine Vogler, Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck, Gertrud Stöcker (DBR), Prof. Dr. Anja Walter © Deutscher Bildungsrat
Das neue Berufsprofil der generalistisch qualifizierten Pflegefachperson

Der Deutsche Bildungsrat, ein Zusammenschluss mehrerer Pflegeverbände, befasst sich seit 25 Jahren mit allen Aspekten der Aus-, Fort- und Weiterbildung der Pflegeberufe. Die Expert*innen erarbeiten zukunftsgerichtete Konzepte der Pflegebildung und bringen ihre Positionen über Stellungnahmen und ihre Mitgliedschaft in zahlreichen gesundheits- und pflegepolitischen Gremien in den politischen Diskurs ein. Am 4. Juni fand in Berlin eine Fachtagung anlässlich des 25-jährigen Jubiläums statt.  

Nach der Begrüßung durch Gertrud Stöcker, langjährige Vorsitzende des Deutschen Bildungsrats, kamen Grußworte von Andreas Westerfellhaus, Staatssekretär und Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung und Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats (DPR). Frau Prof. Dr. Gesine Schwan  hielt einen Festvortrag zum Thema „Über die Kernkompetenz der Pflege“. In ihrem Vortrag „Ein neues Berufsprofil: Die generalistisch ausgebildete Pflegefachfrau / der generalistisch ausgebildete Pflegefachmann“  stellte Ingrid Darmann-Finck dar, dass durch die durch das neue Pflegeberufegesetz (PflBG 2017) etablierte generalistische Ausrichtung zukünftig der Kern der Pflege stärker im Mittelpunkt steht.
Pflegefachpersonen sind demnach dafür zuständig, Menschen (und ihre Bezugspersonen) in existentiell bedrohten Lebenslagen auf der Basis eines interpersonalen Beziehungs- und Problemlösungsprozesses bei ihren Lebensaktivitäten zu unterstützen. Pflegebedürftigkeit kann beispielsweise durch gesundheitliche Beeinträchtigungen, durch Einschränkungen in Entwicklung und Autonomie oder durch andere hohe Belastungen zustande kommen. Pflegefachpersonen sind in der Lage,  die pflegerische Unterstützung bei Menschen unterschiedlicher Lebensphasen und in unterschiedlichen Versorgungsbereichen unter Berücksichtigung der dort jeweils bestehenden Formen der intra- und interprofessionellen Zusammenarbeit sowie der jeweiligen rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen zu leisten. Sie erlangen damit ein breites Überblickswissen und Handlungskompetenz in den unterschiedlichen Versorgungsbereichen, die Fähigkeit, Problemlösungen auf andere Versorgungssituationen zu transferieren sowie die Kompetenz, die Versorgung über die Schnittstellen hinweg zu gestalten. Damit entwickeln die Auszubildenden genau die Kompetenzen, die für die Gestaltung der zukünftigen Versorgungsanforderungen in der Pflege von Bedeutung sind. Die neue Schwerpunktsetzung wird durch die vorbehaltenen Tätigkeiten (§ 4 PflBG) unterstrichen und in der neuen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflege (PflAPrV) konsequent realisiert. Ingrid Darmann-Finck hat die beiden zuständigen Ministerien bei der Erstellung der PflAPrV beraten.

Pflegewissenschaftliche Studien im Überblick – Mai 2018

Ältere Personen, insbesondere Pflegeheimbewohner, werden oft im Krankenhaus stationär aufgenommen oder wiedereingewiesen. Dass diese Aufenthalte oftmals aber nicht notwendig sind oder zuvor verhindert werden können, verdeutlicht Prof. Görres anhand drei wissenschaftlicher Studien.
In der ersten Studie wurden zwölf italienische Einrichtungen hinsichtlich möglicher Unterschiede in der Durchführung ambulanter und stationärer Lanzeitpflegeprogramme mittels der Rate vermeidbarer Krankenhausaufenthalte für spezifische Diagnosen untersucht. Um diese Rate zu senken und damit einhergehend die Qualität zu erhöhen, werden kontinuierliche Überwachungen, z.B. durch Hausbesuche, eingefordert.
In einer schwedischen Studie sind die Krankenhauseinweisungen von Pflegeheimbewohnern mit kognitiven Einschränkungen hinsichtlich spezifisch festgelegter Merkmale analysiert worden. Auf Basis der Ergebnisse werden Handlungsempfehlungen abgeleitet, zu denen eine bessere Schulung des Pflegepersonals sowie eine Steigerung der Bereitschaft der Ärzte für uhrzeitunabhängige Hausbesuche zählen.
In der letzten Studie, die in Australien umgesetzt wurde, ist die Wirksamkeit eines Assessments von Pflegeheimbesuchern nach einem Krankenhausaufenthalt evaluiert worden. Dieses wird monatlich durch einen geriatrischen Facharzt und einer Pflegekraft durchgeführt. Durch die Einteilung in eine Interventions- und Kontrollgruppe konnte im Vergleich eine niedrigere Zahl erneuter Krankenhauseinweisungen und Besuche in der Notaufnahme sowie eine verkürzte Verweildauer und ein Rückgang der Gesamtkosten in der Interventionsgruppe nachgewiesen werden. Diese Ergebnisse verdeutlichen die Relevanz einer angemessenen Anschlussheilbehandlung.

Den aktuellen Beitrag finden Sie hier.

Görres, S. & Konusch, S. (2018). Prävention durch Impfschutz. Altenpflege, 43 (5), 28-29. Hannover: Vincentz Network.
Website: http://www.altenpflege-online.net/

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Mitglied des Direktoriums
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Stefan GörresProf. Dr. Stefan Görres
Stellungnahme von Prof. Görres zum vorgelegten Eckpunktepapier des Gesundheitsministers Jens Spahn

Um den Personalmangel bei Pflegekräften zu reduzieren und gleichzeitig das Ziel der Koalitionsvereinbarung zu erreichen, hat Jens Spahn unter anderem die Zahl der neu zu implementierenden Stellen von ursprünglich 8.000 auf 13.000 Stellen erhöht. Diese sollen durch die gesetzliche Krankenkasse finanziert werden.
Prof. Görres bezieht im Rahmen eines Podcasts von Bayern 2 zu diesem Vorhaben Stellung.
Vor dem Hintergrund von 13.000 stationären Pflegeeinrichtungen und einem deutlich höheren Bedarf an Pflegekräften stellt der Pflegewissenschaftler heraus, dass die angestrebte Stellenausweitung nicht ausreichen wird. In diesem Kontext weist Prof. Görres aber auch auf die Schwierigkeiten und Möglichkeiten in der Akquirierung von qualifizierten Personal hin. Neben weiteren Einschätzungen, zum Beispiel hinsichtlich der Finanzierung, aber auch zu den angestrebten Verbesserungen der Rahmenbedingungen und der Ausbildung, betont der Pflegewissenschaftler insgesamt den Notstand und fordert zusätzliche Maßnahmen, die seiner Meinung nach zwingend erforderlich sind.

Der Podcast ist abrufbar unter:
https://www.br.de/mediathek/podcast/aktuelle-interviews/personalmangel-bei-pflegekraeften/829867


Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Mitglied des Direktoriums
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Internationaler Tag der PflegeSenatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck. © Pressestelle der Senatorin für Wissenschaft, Ge
„Pflegeberufegesetz stellt die richtigen Weichen“

Zum zweiten Mal hat die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz, Bremen, Frau Prof. Dr. Eva Quante-Brandt am 9. Mai 2018 Pflegende aus der Gesundheits- und Kranken- sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege anlässlich  des Internationalen Tags der Pflege zu einer Festveranstaltung eingeladen. Ca. 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung in die obere Rathaushalle. Den Festvortrag hielt in diesem Jahr Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck vom IPP. In ihrem Vortrag mit dem Titel „Pflegebildung im 21. Jahrhundert“ betonte sie, dass im neuen Pflegeberufegesetz mit der teilweisen Einführung der generalistischen Pflegeausbildung, der Definition von Vorbehaltsaufgaben und der Etablierung einer hochschulischen Erstausbildung als zweiter Zugang zur Berufszulassung bereits die richtigen Entscheidungen für eine zukunftsweisende Pflegeausbildung getroffen wurden. Ingrid Darmann-Finck, die im Auftrag der zuständigen Ministerien an der neuen  Ausbildungs- und Prüfungsverordnung mitgewirkt hat, hob außerdem hervor, dass zukünftig auch weiterhin ein hohes Qualifikationsniveau erforderlich ist, um die steigenden Versorgungsanforderungen bewältigen zu können. „Studienergebnisse belegen, dass sich höhere Qualifikationen von Pflegenden maßgeblich auf die Patientenergebnisse auswirken“ so Darmann-Finck. Eine Absenkung der Qualifikationsanforderungen, wie derzeit von Interessensverbänden gefordert, gefährde den Erhalt einer qualitativ hochwertigen Pflege in Deutschland. In Europa stellt Deutschland gemeinsam mit Luxemburg eine Ausnahme dar, da in allen anderen Ländern die Studierbefähigung als Zugangsvoraussetzung zur Pflegeausbildung gilt. 

Kontakt:
Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck
darmann@uni-bremen.de
Tel.: +49 421 218-68940

IPP-Team unter der Leitung von Prof. Görres forscht zu Sicherheits- und Fehlerkultur in der ambulanten Pflege

Die ambulante pflegerische Versorgung zeichnet sich durch häufig multimorbide Patienten und einer Integration verschiedener Akteure (Pflegekräfte, Ärzte und Angehörige) im Versorgungsprozess aus. Dies erhöht die Gefahr potentieller Fehler, die u.a. in der Kommunikation, der Medikamententherapie oder in der Wundversorgung auftreten können. Auch vor dem Hintergrund des Bedeutungszuwachses der ambulanten Pflege durch die Zunahme älterer Personen fordert Prof. Görres daher ebenfalls für diesen Sektor eine Fehlerkultur, die das frühzeitige Erkennen von Risiken, die Identifizierung der Ursache von Fehlern und das systematische Lernen aus diesen ermöglicht. Das bundesweite Projekt zur Patientensicherheit, das der Pflegewissenschaftler leitet, soll im September zu dieser Thematik erste Erkenntnisse und Zahlen liefern, aus denen auch konkrete Empfehlungen zur Verbesserung abgeleitet werden sollen.

Der Beitrag von Sabine Doll ist auf der Website des Weser Kuriers verfügbar unter:
https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-forschungsprojekt-fuer-mehr-patientensicherheit-_arid,1727421.html

Zusätzlich ist dieser Beitrag im Weser Kurier am 07.05.2018 auf Seite 16 unter dem Titel "Fehlerkultur für die ambulante Pflege. Bremer Pflegeforscher leiten bundesweites Projekt für mehr Patientensicherheit." erschienen.

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Mitglied des Direktoriums
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Pflegewissenschaftliche Studien im Überblick – April 2018

Bislang sind nur einzelne wissenschaftliche Forschungen zur Einsamkeit, unter der Pflegeheimbewohner häufiger leiden, durchgeführt worden. Prof. Görres zeigt mithilfe von drei Studienergebnissen, worauf in der täglichen pflegerischen Versorgung geachtet werden sollte.
Die in Finnland umgesetzte Querschnittsstudie untersuchte in 61 Einrichtungen der stationären Langzeitpflege die Häufigkeit sowie die begünstigenden Faktoren. Aufgrund der Ergebnisse wird auf das Ernstnehmen sowie auf die Relevanz von Interventionen zur Minimierung der Einsamkeit und zur Steigerung des Wohlbefindens hingewiesen.
Eine amerikanische Studie konnte den Zusammenhang zwischen der Einsamkeit und der Erfüllung individueller Interessen bei Pflegeheimbewohnern unter dem Einfluss der Lebenszufriedenheit und der empfundenen Kontrolle nachweisen.  Daraus ergeben sich Empfehlungen zur Berücksichtigung psychosozialer Bedürfnisse und Vorlieben sowie einer freien Zeitplanung seitens der Bewohner für Aktivitäten und soziale Kontakte.
In der dritten Studie, die in Schweden umgesetzt wurde, ist die Wahrnehmung des eigenen Lebens der Pflegeheimbewohner in der letzten Lebensphase erforscht worden. Dabei wurden verschiedene Themenkomplexe analysiert. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass die individuelle Versorgung verstärkt fokussiert werden muss, um das persönliche Wohlbefinden der Bewohner zu stärken und ihre Identität zu respektieren.

Görres, S. & Konusch, S. (2018). Viel hilft nicht viel: Polypharmazie. Altenpflege, 43 (04), 34-35. Hannover: Vincentz Network.
Website: http://www.altenpflege-online.net/

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Mitglied des Direktoriums
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

KiTa-Projekt „Berufe“

Im KiTa-Projekt „Berufe“ befassten sich die Kinder der Kindertagesstätte St. Remberti mit dem Beruf „Pflegewissenschaftlerin“.
Im Rahmen einer Kindervorlesung in einem Hörsaal der Universität Bremen gab ihnen die Pflegewissenschaftlerin Dr. Claudia Stolle einen Einblick in das Tätigkeitsfeld der Pflege und die verschiedenen Forschungsmethoden. Die Kinder füllten selbst einen kleinen Fragebogen aus, gaben ihre Daten in den PC ein und sahen sich die Befragungsergebnisse anhand der entstandenen Grafiken an. Abschließend wurden mittels einer qualitativen Befragung die aktuellen Berufswünsche der Kinder erfragt. Auch wenn die Kinder zunächst lieber Polizist, Feuerwehrmann, Reitlehrerin, Einhorn oder Prinzessin werden möchten, haben sie über dieses Projekt einen kleinen Einblick in das spannende Berufsfeld der Pflege erhalten.
Die Nachwuchsförderung in der Pflege ist dem IPP besonders wichtig und wir haben dieses gelungene Projekt deshalb sehr gerne unterstützt.

Kontakt:
Dr. Claudia Stolle
Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) Abteilung 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung
Mail: stolle@uni-bremen.de

IPP(v.l.n.r.) Karin Wolf-Ostermann, Kathrin Seibert
IPP beteiligt an der ersten internationalen Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V.

Die Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft (DGP) e. V. hat am 04. & 05. Mai 2018 den 1. Internationale Pflegewissenschaftlichen Kongress in Deutschland erfolgreich durchgeführt. Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen war als Mitglied des Organisationskomitees sowie des wissenschaftlichen Programmkomitees maßgeblich an der Organisation der Konferenz beteiligt. Prof. Dr. Wolf-Ostermann und ihr Team der Abteilung Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung am IPP präsentieren außerdem die Ergebnisse ihrer Forschungsprojekte in Vorträgen und Posterbeiträgen:

  • Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann organisierte ein internationales Symposium zum Thema „Green Care Farms“ und referierte Ergebnisse aus der Evaluation des Betreuungs- und Versorgungsangebotes „Bauernhöfe für Menschen mit Demenz“ zu Barrieren und begünstigenden Faktoren der Gründung von Green Care Farms aus Sicht bisheriger und zukünftiger Anbieter, stationärer und ambulanter Leistungserbringer, Selbsthilfe- und Betroffenenverbänden und potentiellen Nutzerinnen und Nutzern dieses Versorgungskonzeptes.
  • Methodische Fragestellungen griffen ein Posterbeitrag zu Beteiligung und Drop-out von Pflegenden in Längsschnittstudien sowie ein Vortrag zu Methoden der Risikoadjustierung in der Studie Modellhafte Pilotierung von Indikatoren in der stationären Pflege, die in Kooperation des IPP mit dem Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik (SOCIUM) und dem Kompetenzzentrum für Klinische Studien Bremen (KKSB) der Universität Bremen durchgeführt wurde.


Rund 200 Pflegewissenschaftler*innen aus 21 Nationen beteiligten sich an der für die von der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. ausgerichteten Konferenz, für die namhafte europäische Pflegewissenschaftler*innen als Keynote-Referent(inn)en gewonnen werden konnten. Die internationale Konferenz wurde durch die Robert Bosch-Stiftung unterstützt.

Ziele der Tagung waren:

  • ein Forum für den wissenschaftlichen Austausch etablierter Pflegewissenschaftler/innen zu bieten
  • in Deutschland den Internationalen Diskurs zur Pflegewissenschaft zu stärken
  • Pflegewissenschaft in Deutschland breit im internationalen Kontext zu diskutieren
  • relevante Ergebnisse zur Verbesserung der Versorgungssituation auf internationaler Ebene vorzustellen und zu diskutieren
  • methodische Herausforderungen der Pflegeforschung im europäischen Kontext zu diskutieren
  • die Pflege und Versorgung in Deutschland zu verbessern.


Der internationale Diskurs griff als Themenschwerpunkt die patientenorientierte Versorgung sowohl unter dem Blickwinkel der klinischen Versorgung (Anforderungen, Interventionen, Evaluation) als auch aus der Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer vor dem Hintergrund der strukturellen Rahmenbedingungen und geeigneter Methoden und theoretischer Ansätze auf.

Die Konferenz soll künftig in zweijährigem Rhythmus stattfinden und dazu beitragen, die Pflegewissenschaft nach innen zu stärken und nach außen sichtbarer zu machen. Der publizierte Abstractband mit allen Beiträgen der Veranstaltung ist hier kostenfrei verfügbar.

Kontakt:
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Universität Bremen
FB 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de